22. April 2012

[Rezension] Blogging Queen

Blogging Queen von Jutta Profijt
Erschienen ist das Buch 2011 im dtv Verlag.
Seiten: 304
Genre: Frauenroman
Nach einem Rückflug aus Venedig ist die Stewardess Lulu plötzlich krank. Nach einem Besuch beim Hausarzt kriegt sie die vernichtende Diagnose: Lulu hat eine chronische Entzündung im Ohr und muss nun zunächst 10 Wochen pausieren.

Da ihre Freundin Sabine für ein paar Monate nach Patagonien (ja, das ist ein Land) fliegt, soll Lulu nun solange Haussitter spielen. Um sich die Langeweile zu vertreiben, testet sie nebenbei eine Blogging-Software, die Sabine mitentwickelt hat. Da Lulu keine Ahnung von Computern hat, ist sie die ideale Testerin.

Nachdem sich Lulu einige Tage langweilt und nur Hochglanzmagazine durchliest, traut sie sich dann doch an den Computer und beginnt ihren Blog zu erstellen. Da ihr kein geeignetes Thema einfällt, überlegt sie sich, nicht in ihrem Namen zu schreiben und so gibt sich als Trendscout für ein Magazin aus. Zugute kommen ihr dabei, die Fotos die sie während ihrer Reisen geschossen hat. So entsteht der Eindruck, dass sie ein aufregendes Leben führt.

Als sie ein Foto von einem Café in Barcelona  veröffentlicht, steht plötzlich das Landeskriminalamt vor der Tür. Auf dem Bild ist ein weltweit gesuchter Betrüger zu sehen. Lulu tut so, als wüsste sie nicht worum es geht. Schickt dann aber an alle Kollegen, eine SMS, dass sie nach dem gesuchten Betrüger Ausschau halten sollen.

Es kommen tatsächlich die ersten Antworten und Lulu weiht den Polizisten Frank Stahl ein, aber sie verschweigt weiterhin, dass der Blog von ihr ist.

Ich kann leider nicht mehr über den Inhalt des Buches schreiben, weil ich nicht zu viel verraten will. Nur so viel: Es gibt noch einen Einbruch und mit Männern muss sich Lulu auch noch rumschlagen.


Auf den ersten Seiten lernt man eine ziemliche oberflächliche Hauptperson kennen und ich muss zugeben: Ich war genervt von Lulu.

Als Beispiel zitiere ich mal etwas von Seite 157 des Buches:

„(…) fiel mir auf, dass ich niemanden hatte, den ich zum Candle-Light-Dinner einladen wollte, dass niemand sich für den Inhalt meines BHs interessierte und niemand mit mir baden wollte. Und langsam aber sicher bekam ich das seltsame Gefühl, dass es nicht an meinem Style lag, denn der war perfekt.“

Etwas, das ich auch nicht nachvollziehen kann ist, dass das Landeskriminalamt vor der Tür steht und Lulu tut so, als ob sie von dem Blog nichts wüsste. Warum?

Außerdem wird ständig betont, welche Marken die Personen tragen á la „Heute ist er ganz in Hugo Boss gekleidet“. Solchen Nebensächlichkeiten interessieren mich weniger. Zudem kann ich mir nichts darunter vorstellen. Ist das jetzt eine Jeans mit Hemd? Oder eher eine Stoffhose?  Vielleicht geht es da den ein oder anderen von euch anders.

Ansonsten ist „Blogging Queen“ eine gute Geschichte, die mich leider nicht richtig mitreißen konnte...

2 von 5


Kommentare:

  1. Das scheint eine neue Marketing-Idee zu sein, Markennamen in Romanen zu verteilen. Ich hatte letztens auch ein Buch, in dem fast auf jeder Seite irgendwo ein Markenname gefallen ist, wenn nicht öfter. Mich stört das auch extrem, weil es meiner Meinung nach für die Handlung als solche keine Bedeutung hat. "Er stieg in sein Auto und zündete sich eine Zigarette an" reich meiner Meinung nach völlig aus. "Er stieg in seinen BMW und zündete sich eine Marlboro an" wirkt irgendwie seltsam. Das Buch würde ich dennoch gerne lesen und habe es schon auf meinem Wunschzettel. Als Blogger irgendwie verpflichtend, finde ich ;-)

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  2. Hätt ich mir ja was ganz anderes drunter vorgestellt. :D

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  3. schöne Rezi, fand das Buch enttäuschend, hatte mir mehr was in Richtung Becky Bloomwood erhofft.LG x)

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