16. September 2012

[Rezension] Der Junge im gestreiften Pyjama

Kauf? *Der Junge im gestreiften Pyjama von John Boyne*
Verlag: Fischer
Auflage: 11.04.2012
Genre: Kinder- und Jugendbuch
Altersempfehlung: 12-15 Jahre

Der neunjährige Bruno weiß nichts von der Endlösung oder dem Holocaust. Er ist unberührt von den entsetzlichen Grausamkeiten, die sein Land dem europäischen Volk zufügt. Er weiß nur, dass man ihn von seinem gemütlichen Zuhause in Berlin in ein Haus verpflanzt hat, das in einer öden Gegend liegt, in der er nichts unternehmen kann und keiner mit ihm spielt. 

Bis er Schmuel kennenlernt, einen Jungen, der ein seltsam ähnliches Dasein auf der anderen Seite des angrenzenden Drahtzauns fristet und der, wie alle Menschen dort, einen gestreiften Pyjama trägt. 

Durch die Freundschaft mit Schmuel werden Bruno, dem unschuldigen Jungen, mit der Zeit die Augen geöffnet. Und während er erforscht, wovon er unwissentlich ein Teil ist, gerät er unvermeidlich in die Fänge des schrecklichen Geschehens.



"Der Junge im gestreiften Pyjama" wird aus der Sicht von dem 9-jährigen Bruno erzählt. Und wie Kinder in seinem Alter nun mal so sind, ist Bruno auch ein wenig naiv und gutgläubig. Gerade diese Eigenschaften machen die Geschichte aber so glaubwürdig und herzzerreißend.

Ich muss aber zugeben, dass ich manchmal ein wenig von Brunos Naivität genervt war. Ich habe das auch schon öfter in Rezensionen gelesen und nie so ganz verstanden, aber jetzt weiß ich was gemeint war. Ich habe manchmal überlegt, ob er wirklich 9 ist, oder vielleicht doch erst 5.

Schmuel, der ja auch 9 Jahre alt ist, geht sehr geduldig mit Bruno um und versucht ihm seine Umstände näher zu bringen.
Was mir auch sehr gut gefallen hat, dass jede Person, die in dem Buch erwähnt wird, eine wichtige Rolle spielt. Erst dadurch wird die Geschichte komplett und ergibt einen Sinn.

Ich glaube man muss sich schon für das Thema interessieren und eine gewisse Vorkenntnis sollte man auch besitzen, damit man dieses Buch versteht.

Dieses Buch verharmlost nicht die deutsche Geschichte und schafft es trotzdem der empfohlenen Altersgruppe das schwierige Thema "Holocaust" näher zu bringen.

4 von 5

Kommentare:

  1. Schöne Rezension. Das Buch steht schon länger auf meiner Wunschliste. Ich werd's bestimmt bald mal lesen. :)

    Grüß'chen

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  2. Der Film war wirklich total bewegend und seitdem steht das Buch auch auf meiner Wunschliste, habe es aber immer aufgeschoben.
    Ich denke ich werde es mir jetzt kaufen müssen :)

    Habe schon oft gehört, dass ich "Der Joker" lesen muss, ich denke auch wirklich es wird nicht mehr lange auf meinem SuB liegen, hab wirklich Lust es zu lesen :)

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  3. Ich hab das Buch schon vor längerem gelesen und war auch sehr bewegt davon. Den Film hab ich nie gesehen, aber mir sind Bücher eh immer lieber als Filme.
    Ich hab viele Bücher (auch Jugendbücher) zu dem Thema gelesen und muss sagen dieses ist eins der besten.

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  4. Aaaah, so viele gute Bücher, die noch auf meinem SuB liegen o.O
    Muss ich echt lesen, aber irgendwie fehlt mir immer die Zeit dazu ;)
    Lg, Josi <3

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  5. Klar ich schreib dir gern eine Liste Bücher zum Thema die ich auch gelesen habe und empfehlen kann.

    Als Hitler das rosa Kaninchen stahl v. Judith Kerr
    Das Tagebuch der Anne Frank v. Anne Frank
    Die Bücherdiebin v. Markus Zusak
    Lügen in Zeiten des Krieges v. Louis Begley
    Transit v. Anna Seghers
    Das Kind von Noah - Eric Emmanuel Schmitt
    Lipshitz - T. Cooper

    Ich hab auch noch ein paar auf dem SUB, kann dir aber gern Rückmeldung zu denen geben, sobald ich sie gelesen hab.

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    1. "Die Bücherdiebin" ist bestellt :D

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    2. Die Bücherdiebin ist klasse ! (:

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  6. Ich kenne nur das Buch zu dem Film und habe ganze Flüsse geheult.
    Ich finde die Idee den Holocaust aus der Sicht eines Kindes zu beschreiben wirklich einzigartig und wieder auf einer ganz anderen Ebene unendlich traurig.

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  7. Ich habe den Film dazu gesehen und schleiche seitdem um das Buch herum, unschlüssigob ich es auf meine Wusnchliste setzten soll oder nicht.
    Aber ich bin so ungeduldig und fürchte, dass mir die von dir beschriebene Naivität etwas auf die Nerven gehen könnte.

    Ich kann die aber auch Das rote Fahrrad von Ágnes Zsolt sehr empfehlen. Es stammt aus einem neu gegründeten Miniverlag und ist daher total unbekannt.
    Hab auch eine Rezension dazu:
    http://sognatrice-books.blogspot.de/2013/06/agnes-zsolt-das-rote-fahrrad.html

    Vielleicht ist es ja etwas für dich
    LG Kassio

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