3. Dezember 2012

[Rezension] Das Haus der Schwestern


Titel: Das Haus der Schwestern
Autor: Charlotte Link
Verlag: blanvalet
Genre: Krimi


Während Ralph und Barbara durch ein einsetzendes heftiges Schneetreiben immer mehr von der Außenwelt abgeschnitten werden, dringt Barbara in eine verbotenene Welt ein, in der sie nichts zu suchen hat.

Sie liest ein versteckte Manuskript, das sie bei ihrer Suche nach Brennholz in einem alten Schuppen des Westhill House findet. Es birgt ein schreckliches Geheimnis und Barbara wird sich erst am Ende der Lektüre der Aufzeichnungen von Frances Gray der Gefahr bewußt, in die sie sich begibt.

Sie taucht unerlaubterweise in die Geschichte von Frances Gray ein, einer selbstbewußten, energischen und sehr fortschrittlichen Frau, die sich allen Konventionen ihrer Zeit widersetzt und in der Liebe wenig Glück erfährt. Statt ihren Geliebten John Leigh, einen begüterten Sohn aus besseren Kreisen, zu heiraten, bricht sie nach London auf, um sich den Suffragetten anzuschließen. Sehr viel später gesteht sich Frances diesen Fehler ein, für den sie bitter bezahlen muß.


Nachdem ich ja im letzten Monat zwei Bücher von Charlotte Link gelesen habe und mäßig begeistert war, habe ich mich ja fast nicht mehr an dieses Buch herangetraut. Aber dank der 12-Bücher-SuB-Abbau-Challenge musste ich es einfach lesen :D Jetzt bin ich übrigens fertig mit der Challenge. Nochmal danke an die Lesefee für die Durchführung :)

Erwartet hatte ich wieder einen Thriller, der etwas vorhersehbar und stellenweise langweilig ist, aber bekommen habe ich eine spannende Biografie. Während eines Aufenthalts in einem Ferienhaus, findet Barbara einen Papierstapel, der die Memoiren von Frances Gray enthält. Ich war völlig gefesselt von dem Leben von Frances. Sie schreibt von Krieg, Familienstreitigkeiten, Tragik, Trauer und Liebe. Es wird also nicht langweilig. Gerade der Wechsel zwischen damals und heute gibt der Geschichte das gewisse Etwas.

Die Familie hat viel erlebt und Barbara begreift schon bald, welche Geschichte eigentlich in dem Ferienhaus steckt. Barbara war mir nicht sehr verständlich. Irgendwie hatte sie anfangs so eine kaltblütige Art, dass macht sie nicht gerade sympathisch. Ralph hingegen spielt in dem Buch nur eine Art Nebenfigur, mit dem man ein bisschen mitleidet, weil seine Frau ihn ignoriert.

Am besten hat mir die überraschende Wendung gefallen. Das hatte ich wirklich nicht erwartet, aber genau deswegen kriegt "Das Haus der Schwestern" alle 5 Blümchen, denn Bücher dessen Enden überraschen, gibt es nicht viele ;)

Ich bin froh, dass ich mich nochmal an ein Buch von Charlotte Link gewagt habe. Das Buch ist wirklich nett zu lesen und wird nicht einmal langweilig. Die überraschende Wendung ist jedoch die Krönung von "Das Haus der Schwestern".

5 von 5



Kommentare:

  1. Das Buch habe ich schon vor ewiger Zeit auch mal gelesen und fand es ebenfalls sehr gut. Kann dir auch, wenn noch nicht gelesen, die Rosenzüchterin empfehlen.

    LG
    Lilly

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    1. Das merk ich mir. Vielen Dank für den Tipp :)

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  2. Schöne Rezension, irgendwie hören sich die Bücher von Charlotte link immer so toll an, aber mein erstes Buch von ihr, Im Tal des Fuchses, hatte so viel Längen, dass ich einfach Angst habe mich noch einmal an eines heran zu trauen. Nervig finde ich bei ihr zum Beispiel, dass sie die Charaktere so haargenau vorstellen muss. Ist das bei diesem Buch auch so?

    LG
    Jessi

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    1. Ich hatte ja auch schon zwei sehr enttäuschende Bücher von Charlotte Link gelesen und weiß genau was du damit meinst :D

      Aber "Das Haus der Schwestern" ist wirklich viel besser. Ich kann es empfehlen :)

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  3. Bei dieser Autorin ist eine überraschende Wendung aber nicht ungewöhnlich.

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