30. Dezember 2012

[Rezension] Ich, Molly Marx, kürzlich verstorben

Titel: Ich, Molly Marx, kürzlich verstorben
Autor: Sally Koslow
Verlag: dtv
Genre: Frauenroman
Seiten: 368
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Molly schwebt als Geist über ihrem eigenen Begräbnis und ist gar nicht zufrieden. Das hatte sie sich anders vorgestellt! Ein bisschen idyllischer und erbaulicher hätte es schon sein dürfen...und was machen eigentlich die vielen Leute hier, mit denen sie zu Lebzeiten kein einziges Wort gewechselt hat? 

Eins steht für Molly jedenfalls fest: Sie will noch nicht endgültig ins Jenseits verschwinden. Sie muss doch wissen, was aus ihrer kleinen Tochter wird, aus ihrer lebensuntüchtigen Schwester, ihrer besten Freundin, ihrem untreuen Ehemann - und ihrem Geliebten. 

Hinzu kommt, dass sie sich an die genauen Umstände ihres Todes nicht erinnert. Sie hatte einen Unfall mit dem Fahrrad, aber wie kam es dazu? Offenbar ging nicht alles mit rechten Dingen zu, denn ein Detective der New Yorker Polizei ermittelt. (Quelle: dtv)

Molly ist also tot und begleitet ihre Familie und ihre Freunde fortan als Engel. Dabei findet sie so einiges heraus, doch die eigentliche Frage ist und bleibt auch während des gesamten Verlaufs der Geschichte: Wer ist der Mörder von Molly Marx? Oder hat sie sich eventuell vielleicht doch selber umgebracht? Einen Grund hätte sie. Ihr Mann ist untreu und nicht der liebreizende Ehemann den sie gerne hätte. Selber flüchtet Molly in die Arme eines anderen Mannes für den sie viel mehr empfindet, als sie sich zu lebzeiten eingestehen wollte.

Begleitet wird Molly ab und an von dem Engel Bob, der ihr Ratschläge gibt, die sie nicht immer hilfreich findet. Bob an sich hätte meiner Meinung nach noch mehr ausgebaut werden können. Woher kommt Bob? Was ist Bob`s Aufgabe?

Ein bisschen ist der Roman aber auch kriminalistisch angehaucht. Denn Molly wurde ermordet und Detective Hicks ist auf der Suche nach der Ursache für den Tod von Molly Marx. Die Jagd nach dem Mörder nimmt aber wirklich nur einen kleinen Teil ein. Hauptsächlich geht es darum, wie Freunde und Verwandte mit dem Tod der Freundin/Tochter/Schwester/Ehefrau/Mutter zurechtkommen.

"Ich, Molly Marx, kürzlich verstorben" hat mich sehr gut unterhalten. Aber man wird nach beenden des Buches auch ein wenig nachdenklich á la "wenn ich jetzt sterben würde, würde ich etwas bereuen, weil ich mich nicht getraut habe es anzugehen?". Denn Molly Marx bereut so einiges, doch ändern kann sie es jetzt nicht.

4 von 5

Kommentare:

  1. Auch wenn das Buch einige Schwächen zu haben scheint, klingt es ganz gut! Vor allem finde ich gerade die nachdenklichen Themen sehr interessant. Vielleicht les ich es ja mal :)
    Liebe Grüße,
    Lyrica

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  2. Klingt, als müsste ich mir den Titel merken. Ich mag nett zu lesende Bücher mit ernsthaftem Thema...

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