9. Februar 2013

[Rezension] 2052



Titel: 2052 - Der neue Bericht an den Club of Rome.
Autor: Jorgen Randers
Verlag: oekom
Genre: Sachbuch
Seiten: 432
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Vor 40 Jahren erschütterte ein Buch den Fortschrittsglauben der Welt: Der Bericht "Die Grenzen des Wachstums" an den Club of Rome. "Die absoluten Wachstumsgrenzen der Erde werden im Laufe der nächsten hundert Jahre erreicht, wenn es der Menschheit nicht gelingt, ihren ökologischen Fußabdruck zu reduzieren", lautete seine zentrale These. Sie glich einer Revolution und machte das Buch zu einem Weltbestseller mit über 30 Millionen verkauften Exemplaren.

Vierzig Jahre später holt der Club of Rome erneut zu einem großen Wurf aus."2052" lautet der Name des aktuellen Reports. Er skizziert eine Zukunft, die ganz anders sein wird als wir uns dies heute vorstellen können. Welche Nationen werden ihren Wohlstand halten oder gar vermehren welche unter der künftigen Entwicklung leiden? Wie wird sich der Übergang zur wirtschaftlichen Vorherrschaft Chinas gestalten? Ist die Demokratie nach westlichem Vorbild geeignet, die großen Menschheitsprobleme zu lösen?

Jorgen Randers, einer der Co-Autoren des Meadows-Reports von 1972, hat ein Szenario für die nächsten 40 Jahre erstellt; er stützt sich dabei auf globale Prognosen führender Wissenschaftler, Ökonomen und Zukunftsforscher.Trotz der überwiegend düsteren Prognosen glaubt Randers nicht an einen globalen Kollaps, denn "der Anpassungsprozess der Menschheit an die Grenzen dieses Planeten hat begonnen".

Aber der Report gibt auch keine Entwarnung, denn die Zukunft wartet mit gewaltigen Herausforderungen auf, wird geprägt sein von sozialen Unruhen und zahlreichen Umbrüchen. Sie zu meistern wird unsere Jahrhundertaufgabe sein; "2052" liefert hierzu die (über)lebensnotwendigen Grundlagen.


Als ich das Buch aufschlug, war mein erster Gedanke "Oh Gott, was habe ich mir dabei gedacht". Die kleine Schrift und der Text ohne Absätze ist auf dem ersten Blick sehr abschreckend. Auch die vielen Fußnoten können sehr den Lesefluß stören.

Das Buch spricht wirklich sehr viele Faktoren an, die in der Zukunft entscheidend sein können. Dabei gab es überwiegend interessante Abschnitte, die ich mit großem Interesse gelesen habe. Dann gab es auch Abschnitte die mir zu speziell und zu wissenschaftlich geschrieben wurden. Die habe ich dann eher überflogen. Jeder wird in dem Buch etwas finden, was ihn total fesseln wird.

Insgesamt ist alles sehr gut recherchiert und die Erklärungen sind logisch und man zweifelt nicht einmal daran, dass es vielleicht auch ganz anders kommen könnte.

Sehr gut haben mir auch die Diagramme, oder Karten gefallen, die das Geschriebene noch einmal veranschaulichen. Schade, dass die Bilder nicht in Farbe sind. So hätte man gerade auf den Karten noch mehr erkennen können. Denn jetzt saß ich davor und habe versucht ein sehr dunkles grau von einem fast ganz dunklen grau zu unterscheiden.

Alles in allem konnte ich das Buch nur in Maßen genießen. Das heißt nur, dass ich nach einem Kapitel ein paar Tage Pause benötigte. Es ist halt ein Fachbuch und nicht nur zur reinen Unterhaltung gedacht.

Für alle, die Interesse an einem detailierten Zukunftsbericht haben, wird dieses Buch eine Offenbarung sein. Für mich war es allerdings meistens zu fachlich. Das macht es schwer, einen Lesefluss aufzubauen. Alles in allem ist das Buch wohl nicht für das breite Publikum geeignet.

3 von 5

Ein Dankeschön an:

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  und


1 Kommentar:

  1. Gut das du Django nicht ganz so schrecklich fandest :) Jap, die Szene war echt mega^^

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