2. Februar 2013

[Rezension] Der Hobbit

Titel: Der Hobbit
Autor: J.R.R. Tolkien
Verlag: Klett-Cotta
Genre: Fantasy
Seiten: 310
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Bilbo Beutlin, ein angesehener Hobbit, läßt sich in ein Abenteuer verwickeln, das Hobbitvorstellungen bei weitem übersteigt. Nicht nur, daß er sich auf eine Reise von Jahresdauer begibt, er läßt sich sogar vom Zwergenkönig Thorin Eichenschild und seinen Genossen als Meisterdieb unter Vertrag nehmen und verpflichtet sich, den Zwergen bei der Rückgewinnung ihres geraubten Schatzes zu helfen. Sein Ruf ist dann auch so ziemlich beim Teufel, als er nach erfolgreich bestandenen Abenteuern wieder in Hobbingen ankommt.

Seine Erfahrungen mit dem Zauberer, den Zwergen, den Elben, Riesenspinnen und Menschen werden hier beschrieben.


Wieder mal ein Buch, bei dem es mir sehr schwer fällt eine endgültige Bewertung abzugeben .

Ich wünschte ich hätte das Buch vor dem Kinofilm gelesen. Wenn ich beim Lesen in eine komplett andere Welt versinken kann, ist ein Buch erst richtig gut und ich glaube "Der Hobbit"  kann das auch schaffen. Nur leider hatte ich beim Lesen halt immer die Kinobilder vor Augen.

Total angetan bin ich von dem irgendwie außergewöhnlichen Schreibstil von J. R. R. Tolkien. Das Tolkien so schreibt, als wenn er gerade eine Geschichte mündlich weitergibt hat mich total fasziniert. Irgendwie hat er dann noch eine Art zu Schreiben, dass sich der Leser direkt angesprochen fühlt. Mit Worten kann Tolkien wirklich umgehen.

Was mich an dem Buch gestört hat, war irgendwie die Geschichte an sich. Die Charakter waren irgendwie blass dargestellt. Ich weiß nicht, ob die etwas oberflächliche Schreibweise so sein soll. Ich hatte dadurch auf jeden Fall meine Schwierigkeiten mit den einzelnen Zwergen. Wobei eigentlich liegt das Hauptaugenmerk auch auf Bilbo Beutlin, den ich wiederum herrlich beschrieben finde, genau wie Gandalf. Wie ihr seht, ist es nicht einfach...

Die Geschichte an sich, ist manchmal aufregend, aber meistens plätschert sie nur vor sich hin. Manchmal fehlte mir irgendwie die Vorstellungskraft, weil ich wirklich von diesem Film so voreingenommen war. Aarrgh!

Ich denke, dass sich jeder sein eigenes Bild von dem Buch machen sollte. Ein wenig bin ich jetzt aber doch im Tolkien-Fieber, allein wegen diesem Schreibstil, daher ist "Der Herr der Ringe" direkt auf meinem Wunschzettel gelandet.
3 von 5

Kommentare:

  1. Genau die gleichen Probleme hatte ich auch... nur dazukam, dass ich mit Tolkiens Schreibweise einfach nicht klarkomme...
    Ein Buch, was die Leserschaft spaltet, aber das Thema hatten wir ja schon :D
    LG,
    Lyrica

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  2. Der Herr der Ringe ist vom Schreibstil her aber ganz anders. Gaaaaaanz anders. ;)

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    1. Weniger "mündlich". Der Hobbit war eigentlich die Gutenachtgeschichte für Tolkiens Sohn, während die Ringe als Roman in sechs Büchern geschrieben wurden.

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    2. (Grr, irgendwie mag mich die Kommentarfunktion heute nicht...)

      Dafür werden bei Herr der Ringe die einzelnen Charaktere viel ausführlicher ausgeführt, weil es weniger episodisch ist. Der Einstieg ist etwas langatmig, aber dann ist der Spannungsaufbau sehr viel besser als beim Hobbit. Mir hat es jedenfalls besser gefallen.

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    3. Das klingt doch gar nicht sooo schlecht.
      Ich will mich irgendwann auf jeden Fall nochmal an "Herr der Ringe" ranwagen. Nehme ich mir ganz fest vor :)

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  3. Ich bin total froh, dass ich das Buch gelesen habe, bevor ich den Film gesehen habe. Ist so ein "Spleen" von mir: Erst Buch, dann Film. Mag es nicht, wenn ich etwas lese, wo ich schon weiß, was passiert und wie es ausgeht, das lässt bei mir die ganze Spannung flöten gehen.
    Ich fand das Buch, wie auch den Film einfach großartig. Aber wer weiß, wie es gewesen wäre, hätte ich auch erst den Film gesehen, bevor ich mir das Buch zur Gemüte geführt hätte?

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    1. Normalerweise mache ich das auch so, aber hier war es mal eine Ausnahme und ich bereue es zutiefst :D

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  4. Nachdem eine Arbeitskollegin von dem Buch schwärmte, hatte ich es letztens auch fast gekauft. Nach deine Rezi bin ich froh es nicht getan zu haben :-) Werde es mir allemal vielleicht mal ausleihen.

    Das Buch "Seelen" wird dir gefallen! Ich fand es einfach nur grandios :-)

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    1. "Seelen" werde ich auf jeden Fall in diesem Monat lesen. Ganz bestimmt!

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  5. Ich sehe...wir sind uns einig ;)

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  6. Hallo,

    Eine etwas knappe Rezension für einen solchen Klassiker, meiner Meinung nach.

    Stimmt schon, dass sich an Tolkien die Geister scheiden. Man darf eben die Grundvoraussetzung dieses Buches nicht außer Acht lassen. Die Oberflächlichkeit mag als Makel erscheinen, kann aber auch ihren Reiz haben, da sie mehr Platz für die eigene Phantasie lässt.

    Der Herr der Ringe dagegen kann in keiner Weise als oberflächlich bezeichnet werden. Und besonders der Anfang, der von vielen so wegen seiner Langwierigkeit kritisiert wird, ist ein kleines Meisterwerk der anschaulichen Einführung in eine fremde Welt. Bin gespannt ob es dir gefallen wird.

    Grüße

    Principessa

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    1. Also ich muss gestehen, dass es auch nicht einfach war zu diesem Buch eine Rezension zu verfassen, aber die wichtisten Kritikpunkte sind meiner Meinung nach angesprochen.

      Ich bin mir sicher, dass das Buch mehr Platz für die eigene Fantasie lässt, aber da ich kurz davor den Kinofilm gesehen hatte, konnte ich mich nicht so richtig darauf einlassen, weil man die vorgesetzten Bilder von Peter Jackson die ganze Zeit im Kopf hat.

      "Der Herr der Ringe" wird aber auf jeden Fall auch noch den Weg in mein Bücherregal finden. "Der Hobbit" hat mich neugierig auf Tolkiens anderes Meisterwerk gemacht. Und ich werde mich zwingen dabei nicht an die Filme zu denken ;)

      Ganz liebe Grüße,
      Svenja

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