30. Mai 2013

[Rezension] OFF

 
 
Titel: OFF
Autor: Walter Jon Williams
Verlag: Dumont
Genre: Thriller
Seiten: 428
 
Das Buch ist leider nicht mehr erhältlich!




Dagmar ist Designerin in der vielleicht coolsten Branche der Welt. Sie entwickelt und leitet interaktive Online-Spiele, bei denen die Grenzen zwischen Realität und Virtualität verschwimmen. 

Wenn Dagmar nicht in ihrem Büro im Silicon Valley mit dem Team neue Spiel ideen ausheckt, fliegt sie durch die Weltgeschichte, um für das gerade laufende Spiel Hinweise zu geben, falsche Fährten zu legen oder auch die Gewinner mit einer gigantischen Party zu feiern. Jeder ihrer Schritte wird genauestens beobachtet von einer täglich wachsenden Fan gemeinde.

Als sie auf dem Rückflug von einem solchen Event in Jakarta umsteigen will, bricht in der Stadt plötzlich ein Bürgerkrieg aus. Dagmar sitzt fest, und niemand scheint ihr helfen zu können. Sie ist im wahrsten Sinne des Wortes OFF. Als die Kämpfe näher kommen, wendet sie sich an ihre Online-Fans. Verzweifelt versucht sie, die Gamer zu überzeugen, dass dies kein Spiel ist.


Yeah! Mein "O" für die ABC-Challenge ist noch rechtzeitig online gegangen!
"OFF" habe ich bei einer Arvelle-Bestellung geschenkt bekommen und eigentlich fand ich die Inhaltsbeschreibung auch sehr interessant. An der Umsetzung hat es dann aber ein wenig gehapert.

Irrtümlicher Weise dachte ich, dass das Buch über folgendes Ereignis handelt: Die Hauptperson sitzt zum Zeitpunkt eines Bürgerkrieges in Indonesion fest und kann nur mit Hilfe der Gamerszene herausgeholt werden.
Ich fange also an zu lesen und als Dagmar dann bereits auf den ersten Seiten in Indonesien festsitzt, wird dieser Teil der Geschichte auch schon wieder innerhalb weniger Seiten beendet. Das hat mich ja ein wenig enttäuscht. Irgendwie war das alles zu einfach. Man hätte da viel mehr draus machen können.

Walter Jon William beschäftigt sich nicht mit den Protagonisten. Sie sind ein Teil der Geschichte, aber einen Bezug habe ich nicht zu ihnen bekommen. Das fand ich ein bisschen schade. Ich kann nicht wirklich sagen wie Dagmar drauf ist. Ist sie jetzt cool, schüchtern oder einfach nur nett? Dagmar zeigt immer die Seite von sich, die gerade gut zu der Geschichte passt. Es fehlte aber nicht nur bei Dagmar eine charismatische Seite.

Gut gefallen haben mir aber die Chatgespräche der Gamer. Überhaupt schreibt Walter Jon William sehr realistisch was die Gamerszene betrifft.

Wenn es dann allerdings um den wirtschaftlichen und technischen Part geht, hat mein Gehirn abgeschaltet. Walter Jon William hat sicherlich alles gut recherchiert, aber mein Interesse konnte dieser Teil nicht wecken. Vom Verständnis muss ich gar nicht erst anfangen. Ich kenne mich mit Computern, Programmen und Viren wenig aus.

Dadurch das man keinen Bezug zu den Protagonisten aufbauen kann, schwächelt der Verlauf der Geschichte ein wenig. Es passieren Morde an den Charakteren, aber irgendwie interessierte mich das beim Lesen nicht ("Gut, dann ist der jetzt auch weg"). Die Verbindungen in die Gamzerszene waren zwar recht unterhaltsam, aber ansonsten konnte mich das Buch nicht fesseln.

2 von 5


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