18. Juni 2013

[Rezension] Renegade



Titel: Renegade - Tiefenrausch
Autor: J. A. Souders
Verlag: ivi
Genre: Dystopie
Seiten: 368

Einband: Hardcover
Preis: 16,99€
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Evies Leben ist perfekt – perfekt geplant und überwacht von Mutter, der Herrscherin über die Unterwasserstadt Elysium. Schon bald soll die 16-Jährige über die geheimnisvolle Welt regieren.
 Doch als sie sich ausgerechnet in ihren Feind verliebt, wird klar, dass das perfekte Leben in Elysium eine einzige Lüge ist.

Elysium liegt am Grund des Meeres, abgeschirmt vom Rest der Welt. Dort hat Mutter ein Paradies für all jene Menschen geschaffen, die vor den Kriegen der Oberfläche fliehen konnten. Sie organisiert den Alltag der Bewohner, schützt sie vor Gefahren und regelt sogar die Geburten. Doch dieser Friede wird teuer erkauft – Gefühle sind in Elysium verboten, Berührungen unter Liebenden werden mit dem Tod bestraft.

Evie vertraut in dieses System – doch als Gavin, ein Oberflächenbewohner, in ihre Welt eindringt, weckt der junge Mann Zweifel in ihr: Warum plagen sie Erinnerungslücken? Weshalb besteht Mutter auf Evies tägliche Therapie-Sitzungen? Und wieso kann sie sich durch Gavin an Dinge erinnern, die absolut unmöglich sind? Evie erkennt, dass sie Teil eines gewaltigen Plans ist, aus dem es für sie ohne Gavin kein Entrinnen gibt.



"Renegade" ist wieder mal ein Buch, das mich allein wegen der einzigartigen Idee zum Kauf überzeugen konnte. Eigentlich fand ich das Cover aus der Ferne auch immer total schön, aber wenn man sich das Mädel näher anschaut, sehen die Gesichtszüge doch irgendwie ziemlich seltsam aus.

Was ich ein wenig schade finde ist, dass am Anfang so wenig auf die Unterwasserwelt eingegangen wird. Ich hätte mir einfach mehr bildliche Beschreibungen gewünscht. Ich finde zu Beginn einer Geschichte sollte schon erwähnt werden in welcher Kulisse das Buch spielt. So kann ich langsam beim Lesen meine eigene Welt aufbauen. bei "Renegade" kamen aber tatsächlich erst gegen Ende Einzelheiten über die Unterwasserwelt heraus.

Ich frage mich, warum Dystopien immer so gewalttäitig sein müssen. Ist das Buch dann wirklich noch ein Jugendbuch? Bei "Die Tribute von Panem" habe ich das immer so hingenommen, aber bei "Renegade" fand ich die Gewaltbereitschaft ein wenig unpassend. Gegen Ende hat J. A. Souders dann aber auch leicht übertrieben. Wenn die Geschichte die ersten hundert Seiten auch angenehm zu lesen war, waren die letzten 50 Seiten einfach nur übertrieben. Das hätte man auch weglassen können.

Ehrlich gesagt sehe ich auch keinen Grund für eine Fortsetzung. SPOILER Evie ist von Gavin an Land gebracht worden und damit hätte das Buch auch wunderbar enden können. J. A. Souders hätte vielleicht noch ein Ende der Unterwasserwelt mit eingebauen können und fertig. Das sieht schon wieder sehr nach Geldmacherei aus. Ob ich den zweiten Teil wirklich lesen werde steht noch in den Sternen.

Trotz allem war die Geschichte fließend zu lesen. "Renegade" hatte keine langen Passagen die sich unnötig in die Länge zogen und ein paar neue Ideen konnte J. A. Souders auch miteinbringen.

"Renegade" ist ein Buch das man ruhig lesen kann, aber nicht unbedingt muss. Es ist eigentlich recht unterhaltsam, wenn J. A. Souders gegen Ende leicht übertreibt, so dass ich selbst bei einer Dystopie dachte "Wie unlogisch ist das denn jetzt?". Ich hätte mir auf jeden Fall noch bildlicherere Beschreibungen der Unterwasserwelt gewünscht. Die Stimmung kam so einfach nicht rüber.

3 von 5

Kommentare:

  1. Hey :)

    Mit "Renegade" erging es mir fast genauso wie Dir. Ich kam mit Evie und Gavin als Protagonisten zum Teil nicht wirklich klar und die Geschichte konnte mich auch nicht wirklich fesseln..

    Liebe Grüße
    Chianti

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  2. Also mir hat Renegade richtig gut gefallen. :) Ich fand gerade das Ende gut, weil es da wirklich spannend wurde und ich mich echt ein bisschen gegruselt haben.

    Liebe Grüße
    Yoshi :)

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  3. Mir hat das Buch ja auch eher weniger gefallen, eben genau wegen der Dinge, die du auch kritisiert hast. Manche Gewaltdarstellungen fand ich hier für ein Jugendbuch auch viel zu heftig, den Sinn dahinter habe ich auch nicht so verstanden. Bei Panem wird ja dagegen angegangen, durch die Revolution und obwohl dort auch Gewalt im Spiel ist, wird definitiv Stellung bezogen und gezeigt, dass es nicht gut ist. Das fehlte hier total.
    Und ja, diese Geldmacherei mit den Reihen ist echt anstrengend...
    LG,
    Lyrica

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    1. Jetzt verstehe ich jedenfalls auch warum du nicht sooo angetan warst von dem Buch ;)

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  4. Verdammt, ich hab aus Versehen den Spoiler gelesen, weil ich (aus Langeweile oder wieso auch immer) den Text komplett markiert hatte und dann NEEEEIN, ich will das Buch doch noch lesen! :D Aber nur einen Teil davon, und ich versuche jetzt ganz schnell zu vergessen, was ich gelesen habe. So.
    Wie immer eine echt gute Rezension, auch von der Länge her, es ist nicht so mega lang (wie bei mir manchmal :D), aber trotzdem hast du alles Wichtige drin. Danke für die Rezi! ♥

    Liebe Grüße (:

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  5. Boah der Spoiler... meine armen Augen, da liegt man gemütlich im Bett und stöbert ahnungslos noch den ein oder anderen Blog durch und dann das. Jetzt bin ich wach, danke :D
    Ich bin mir immernoch ziemlich uneins ob ich das Buch lesen soll oder nicht, das Cover ist jedenfalls aus der Nähe betrachtet irgendwie gruselig :D

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  6. Renegade ist gerade bei mir eingetrudelt, bin mal gespannt, wie es mir gefallen wird :)
    LG, Sandrina

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  7. Mir hat das Buch irgendwie auch nicht soo gut gefallen, es ist schon nicht schlecht... aber ich kenne bessere, v.a. Dystopien! ;P

    LG Hanna :)

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