24. Juli 2013

[Rezension] Die Bücherdiebin



Titel: Die Bücherdiebin
Autor: Markus Zusak
Verlag: Blanvalet
Genre: Historischer Roman
Seiten: 588

Einband: Paperback
Preis: 9,95€
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Selbst der Tod hat ein Herz …

1939, Nazideutschland. Liesel lebt bei Pflegeeltern in der Himmelstraße in Molching. Sie sieht die Juden nach Dachau ziehen. Sie erlebt die Bombennächte über München. Und überlebt: weil der Tod sie in sein Herz geschlossen hat. Sie – und die Menschen aus der Himmelstraße.

Molching bei München. Hans und Rosa Hubermann nehmen die kleine Liesel Meminger bei sich auf – für eine bescheidene Beihilfe, die ihnen die ersten Kriegsjahre kaum erträglicher macht. Für Liesel jedoch bricht eine Zeit voller Hoffnung, voll schieren Glücks an – in dem Augenblick, als sie zu stehlen beginnt. Anfangs ist es nur ein Buch, das im Schnee liegen geblieben ist. Dann eines, das sie aus dem Feuer rettet.

Eine Diebin zu beherbergen, wäre halb so wild, sind die Zeiten doch ohnehin barbarischer denn je. Doch eines Tages betritt ein jüdischer Faustkämpfer die Küche der Hubermanns …

"Die Bücherdiebin" ist wirklich ein außergewöhnlicher Roman und zum Glück konnte ich mich endlich aufraffen und dieses Buch lesen.

Dieses Buch ist wirklich nicht ohne. Mich hat die Geschichte sehr berührt und irgendwie auch fasziniert. Das Besondere ist, dass "Die Bücherdiebin" aus der Sicht des Todes geschrieben wird. Aber der Tod ist hier definitiv nicht der Bösewicht. Er ist eine neutrale Erscheinung, der die Stimmung im zweiten Weltkrieg authentisch wiedergeben kann.

Kommen wir zu Liesel. Ich habe Liesel richtig ins Herz geschlossen und kann gut verstehen, warum der Tod so fasziniert von ihr ist. Doch wenn ich richtig gerne hatte war Liesels Ziehvater Hans Hubermann. Er war so geduldig und einfach nett. Liesel und er waren wirklich ein Dreamteam. Und auch Rosa Hubermann passte mit ihrem losen Mundwerk perfekt in die Geschichte.

"Die Bücherdiebin" führt den Leser chronologisch durch die Ereignisse des zweiten Weltkrieges. Das ein oder andere Mal musste ich wirklich schlucken. Gerade wenn es um den damaligen Umgang mit den Juden geht, ist das nichts für meine sensiblen Nerven. Aber hätte Markus Zusak diesen Aspekt aus der Geschichte rausgenommen, wäre das Buch halt nicht mehr so authentisch gewesen.

Markus Zusak hat irgendwie einen Schreibstil, an den man sich erstmal gewöhnen muss, aber dieser Stil hat nun mal auch außergewöhnlich und macht seine Bücher immer zu einem besonderen Leseerlebnis. Doch obwohl die Geschichte so fesselnd ist, ist es nichts für den schnellen Leser. Ich musste mir Zeit für die Erzählung nehmen. "Die Bücherdiebin" ist also nichts für zwischendurch. Das soll aber nicht abwertend klingen.

Ein tragisch schönes Buch, dass ich so schnell nicht vergessen werde.

5 von 5

Kommentare:

  1. Eine wirklich schöne Rezi, die bestimmt nicht einfach zu schreiben war! Ich habe das Buch auch in meinem Regal stehen...hoffe ich komme demnächst mal dazu es zu lesen.
    Liebe Grüße
    Charly

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    1. Merkt man das, dass ich mich sehr gequält habe bei dieser Rezi? :D
      Es war wirklich nicht einfach...

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  2. Hoffentlich kann ich mich ebenfalls dazu aufraffen... Das Buch subt inwzsichen auch schon so lange hier... :-(

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  3. Das hört sich toll an! Kommt auf jeden fall auf meinen sub!
    Danke für die tolle Rezi!

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  4. Ich fand das Buch auch echt super! Und bin sehr gespannt, wie der Film dazu wird. Der soll ja wohl grade gedreht werden.

    LG Cat

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    1. Jaaa, habe ich auch schon gelesen. Ich kann mir im Moment nicht vorstellen, dass der Film sooo gut wird, aber wer weiß?

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  5. Das hört sich doch gut an! :) Hab das Buch auch noch hier liegen, ist ausgeliehen. Bin schon gespannt. :)

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  6. Ich schleiche auch schon lange um diese Buch herum..ich glaube ich sollte es jetzt mal kaufen. Die Geschichte hört sich nämlich so gut an!!

    Liebe Grüße Franzi

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  7. Hallöchen (:
    Ich habe dich getaggt! ;)
    Vielleicht findest du ja Zeit zum Mitmachen. Es sind nur ein paar Fragen^^
    http://a-bookdemon.blogspot.de/2013/07/buchtag-seven-sins-of-reading.html
    lG

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  8. Echt eine ganz tolle Rezension. Ich habe das Buch damals gelesen, bevor wir das Thema rund um den Nationalsozialismus im Geschichtsunterricht behandelt hatten, und jetzt gerade habe ich begonnen, es nochmal zu lesen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass mich "Die Bücherdiebin" jetzt noch doppelt so sehr berührt, weil ich erst jetzt überhaupt richtig verstehe, worum es geht, da ja häufig nur Andeutungen gemacht werden...
    Ich kann dir absolut zustimmen und Hans Hubermann ist auch mein Lieblingscharakter. Und das Ende ist so... Ich hab durchgehend geheult, und es wird mir dieses Mal sicher nicht anders gehen. :(

    Ganz liebe Grüße ♥

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    1. Das Ende ist aber wirklich sooo heftig!
      Halte die Taschentücher bereit ;)

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  9. Das ist wirklich ein wunderschönes Buch!!

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  10. Habe es mir geeeeeerade im Internet bestellt (: !

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