22. August 2013

[Rezension] Hexe sucht Besen (ebook)



Titel: Hexe sucht Besen
Autor: Simone Dietze
Genre: Frauenroman
Seiten (geschätzt): 181

Format: ebook
Preis: 2,99€
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An ihrem 37. Geburtstag blickt die Ich-Erzählerin Anna mit viel Ironie auf das vergangene Jahr zurück. Die Geschichte startet an ihrem 36. Geburtstag.

An diesem besagten Tag fordert sie das Spiel mit dem Feuer heraus. Das schlechte Gewissen, ein gebranntes Kind zu hinterlassen, quält sie nur kurzfristig, ohne zu ahnen, dass sie bald selbst in die Opferrolle gedrängt wird, denn Annas Mann Walter wird sie für eine andere Frau verlassen.

Diese Demütigung empfindet Anna als Tragödie, weil sie ihren Mann noch über alles liebt. Ihre Rachepläne die sie gegen ihre Nebenbuhlerin schmiedet bestärken sie in der Hoffnung, den Kampf zu gewinnen.

Das Buch liest sich so, als hätte Anna ihre Geschichte niedergeschrieben, also in der Ich-Perspektive.Dabei bringt Simone Dietze viel Wortwitz und Sarkasmus mit in die Geschichte ein. Eigentlich könnte man das Buch gut lesen, wenn da nicht die fehlenden Kapitel wären. "Hexe sucht Besen" ist nämlich in einem durchgeschrieben und mir fehlten ab und zu die Abschlüsse.

Etwas Schade fand ich auch, dass die in der Inhaltsangabe genannet Kontaktanzeige "Hexe sucht Besen" erst auf den letzten 20 Seiten auftaucht und ganz schnell wieder verschwindet. Wenn ich es mir so recht überlege hat die Anzeige eigentlich gar nicht zur Geschichte gepasst. Sollte der Titel einfach nur witzig klingen und dann noch schnell einen Zusammenhang mit der Geschichte bekommen?

Die Ich-Erzählerin Anna war mir leider auch nicht sehr sympathisch. Im Grunde rennt sie durch die Gegend und (ich weiß nicht ob das jugendfrei ist) besteigt jeden Mann der ihr in die Quere kommt. Dabei stellt sie sich dann auch nur selten dämlich an. Mit 36 Jahren sollte man doch schon ein bisschen erfahrener mit dem Leben umgehen. Sie ist doch kein Teenager mehr. Andere Leser könnten das ganz lustig finden, aber mir wurde das zu Fantasy-lastig ;)

Mit dem Ende konnte ich dann auch irgendwie gar nicht leben. Das ist mir einfach wieder zu weit hergeholt gewesen. Ein bisschen realistischer hätte es dann von mir aus gerne sein können. Naja für Hollywood wäre es vermutlich ausreichend.

"Hexe sucht Besen" konnte mich nur mit wirklichen humorvollen Schreibstil von Simone Dietze überzeugen. Alles andere war mir zu unrealistisch und die weibliche Protagonistin Anna konnte auch nicht viele Sympathiepunkte bei mir sammeln.

2 von 5

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