30. September 2013

[Rezension] Ich und Earl und das sterbende Mädchen


Titel: Ich und Earl und das sterbende Mädchen
Autor: Jesse Andrews
Verlag: Heyne fliegt
Genre: Jugendbuch
Seiten: 304

Einband: Hardcover
Preis: 14,99€
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Ich danke dem Heyne Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares!

Ein Junge, der Filme dreht. Ein Mädchen, das stirbt. Eine Geschichte, die einen nicht mehr loslässt

Was Greg mag: sich in der Schule so unauffällig zu verhalten, dass er nahezu unsichtbar wird. Gelegentlich mit seinem Freund Earl einen Film zu drehen. Seine Ruhe. Was er nicht mag: die Idee seiner Mutter, der todkranken Rachel beizustehen. Womit er nicht gerechnet hat: Rachel selbst, die keinen braucht, der sie bemitleidet, und die ihre ganz eigene Vorstellung von jenen Tagen hat, die ihre letzten sein könnten …



Ich war wirklich sehr gespannt, welche Geschichte sich zwischen den schönen Buchdeckeln befindet.

Ich, ist der 17-jährige Erzähler Greg. Greg hat eigentlich keine Lust dieses Buch zu schreiben und das macht er dem Leser auch in jedem zweiten Kapitel klar. Earl versucht nichts an sich ranzulassen und zeigt dann doch ab und zu Gefühle. Man hat immer das Gefühl, dass Greg nichts an sich ranlassen möchte. Er scheint ein wenig emotionslos zu sein. Trotzdem sammelt er viele Sympathiepunkte durch die Art wie er mit Rachel und ihrer Krankheit umgeht

Earl, ist so etwas wie Gregs Freund, auch wenn er sich das nicht ganz eingesteht. Earl ist im wahrsten Sinne des Wortes ein komischer Vogel. Er hat eine sehr derbe, schmerzfreie Art an sich, an die ich mich erst gewöhnen musste. Vulgäre Worte stehen in den Unterhaltungen mit Earl an erster Stelle.

Und das sterbende Mädchen ist Rachel. Rachel ist keineswegs die Hauptfigur in dem Buch. Zwar ist sie immer Thema, aber aktiv nimmt sie fast nie an der Geschichte teil. Dadurch hat Jesse Andrews eine komplett neue Art "Krebsbuch" erschaffen. Es wird einfach nicht die Mitleidtour gefahren.

Der Erzählstil wechselt zwischen Dialogen, die einem Drehbuch gleichen und den Erzählungen von Greg. Manchmal erzählt Greg auch nur mit Hilfe von Ausführungszeichen. Man versteht aber immer was er sagen will. Auch wenn seine Gedanken meistens nicht ganz ernst zu nehmen sind.

Ich dachte eigentlich, dass der Part, in dem Earl und Greg einen Film für Rachel drehen, die Hauptgeschichte des Buches sein wird. Aber eigentlich geht es viel mehr um die Wandlung von Greg, wie er vom desinteressierten, unsichtbaren Jungen zu einem Freund wird.

Eine Erzählung die durch viel Wortwitz und derben Sprüchen unterhaltsam wird. Die charismatischen Protagonisten vergisst man so schnell nicht. Die krebskranke Rachel steht hier zwar nicht im Mittelpunkt und doch ist die Krankheit immer parat, ohne das die Geschichte zu gefühlsduselig wird.

5 von 5

Kommentare:

  1. Gut das du geschrieben hast, dass es ein Krebsbuch der anderen Art ist. Genau deshalb war ich mir bisher sehr unschlüssig, ob ich es lesen will. Aber nun muss ich es wohl haben;)

    Liebe Grüße,
    Eli

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    1. Das ist wirklich eine ganz andere Geschichte als sonst. Sehr witzig, wenig emotional, sehr unterhaltsam.

      Ich kann das Buch nur empfehlen :)

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  2. Hei (: Wirklich tolle Rezension! (:
    Schön, dass dir das Buch so gut gefallen hat. Ich habe leider viel schlechtes darüber gehört.
    Im nächsten Monat möchte ich es lesen - es liegt schon länger auf meinem SuB - und du machst mir Hoffnungen :D
    Liebe Grüße, Lesekatze
    http://lesekatzenm.blogspot.de/

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