21. September 2013

[Rezension] Kriegsgebiete



Titel: Kriegsgebiete
Autor: Roland Spranger
Verlag: Bookspot
Genre: Thriller
Seiten: 224

Einband: Hardcover
Preis: 14,80€
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Daniel gerät während seines ISAF-Einsatzes in Afghanistan in einen Hinterhalt. Einige der Soldaten, für die er als Hauptfeldwebel verantwortlich ist, sterben. Wieder zu Hause, leidet er an einer posttraumatischen Belastungsstörung, an der auch seine Ehe zerbricht.

Da findet er während eines Geländelaufs eine Tote im Teich. Wegen seines psychischen Zustands verdächtigt ihn die Polizei sofort, der Täter zu sein. Daniel beginnt auf eigene Faust, in dem Mordfall zu recherchieren, macht sich damit aber nur noch verdächtiger. Er wittert eine Verschwörung oder einen versteckten Angriff der Taliban. Oder spielt ihm seine Psyche einen bösartigen Streich? Ist er wirklich so schizophren, dass ein Teil seiner Persönlichkeit Verbrechen begeht, an die sich der andere Teil nicht erinnern kann?


Das Buch startet gleich in Afghanistan. Man erfährt wie Daniel und seine Soldaten während eines Einsatzes in einen Hinterhalt geraten. Auch wenn Daniel glimpflich davon kommt, leidet er seit dem unter posttraumatischen Belastungsstörungen.

Geschrieben wird das Buch aus der Sicht von Daniel. Dabei bekommt man einen ganz guten Eindruck von seiner Gedanken- und Gefühlswelt. Das Verhalten von Daniel ist schon sehr fremd, scheint aber für einen Soldaten mit dieser psychischen Krankheit normal zu sein. Roland Spranger beschreibt alles sehr authentisch und ich fand Daniels Art auch zu keinem Zeitpunkt übertrieben dargestellt.

Ich glaube man sollte sich schon ein wenig für die Krankheit interessieren, da der Hauptteil des Buches sich nun mal damit beschäftigt und diese Thematik auch durchgehend in der Geschichte präsent ist. Als Freundin eines Soldaten, der schon mal in Afghanistan war, hat Roland Spranger mit "Kriegsgebiete" mein Interesse geweckt und aufrecht erhalten.

Mir hat es gefallen, dass "Kriegsgebiete" ein schneller Thriller ist. Es gibt keine unnötig langen Passagen. Die Spannung ist immer oben.

Ein Problem hatte ich mit dem Freund von Daniel. Er kam mir während des gesamten Buches so fehl am Platz vor. Er benahm sich so kindisch und irgendwie seltsam. 

Am Ende konnte mich Roland Spranger mit der Auflösung dann doch richtig überraschen, auch wenn erst ein paar Punkte auf ein vorhersehbares Ende schließen ließen.

"Kriegsgebiete" ist ein schneller Thriller, der mich vor allem wegen der authentischen Erzählweise von Roland Spranger überzeugen konnte. Wenn man auf ein verwirrtes Spiel steht und sich ein wenig für die menschliche Psyche interessiert, könnte dieses Buch genau das Richtige sein.

4 von 5

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