16. September 2013

[Rezension] Metamorphose am Rande des Himmels


Titel: Metamorphose am Rande des Himmels
Autor: Mathias Malzieu
Verlag: Carl`s books
Genre: Fantasy
Seiten: 160

Einband: Softcover
Preis: 12,99€
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Ich danke dem carl`s books Verlag für die Übersendung eines Rezensionsexemplares!

Ich heiße Tom »Häma-Tom« Cloudman. Man sagt, ich sei der schlechteste Stuntman aller Zeiten. Ganz falsch ist das nicht. Ich bin außergewöhnlich ungeschickt und laufe ständig überall gegen. Ich beneide die Vögel um ihre Freiheit, vielleicht schaue ich zu oft zu ihnen hoch. Schon auf dem Schulhof zog ich Rollschuhe an, um fliegen zu üben. Ich raste auf einem alten Skateboard das Schuldach hinunter und wedelte dabei heftig mit Pappflügeln. Aber ich flog nicht hoch, sondern immer nur auf die Nase.

Nachts klettere ich eine Leiter hoch, öffne eine knarrende Falltür und bin auf dem Dach. Ich traue meinen Augen kaum. Eine gigantische Voliere! Ein Federnpalast! Alle erdenklichen Rottöne entflammen die Nacht. Eine Frauengestalt sitzt auf einer Schaukel: Ein hautenger Federanzug schmiegt sich an ihren Körper. Ich verspüre den unwiderstehlichen Drang, sie zu berühren. Die Vogelfrau streckt die Arme seitlich aus, geht in die Knie, drückt das Kreuz durch und stößt sich vom Boden ab. Sie schlägt elegant mit den Flügeln. Die Vogelfrau kreist einmal über mir, dann kommt sie wieder zu mir herabgeschwebt: »Möchten Sie fliegen lernen, Tom Cloudman?«

Man muss schon wissen worauf man sich bei den Bücher von Mathias Malzieu einlässt, um sie zu verstehen. Seine Geschichten sind einfach einzigartig und sehr außergewöhnlich.

Tom Cloudman hat Krebs und wer jetzt denkt, dass Mathias Malzieu damit auf die Tränendrüse der Leser drückt, irrt sich. Die Krankheit ist zwar ein entscheidener Punkt in der Geschichte, aber es geht nicht darum wie Tom Cloudman damit fertig wird. Es ist halt kein Krebsbuch.

Für mich beginnt die Geschichte erst so richtig, als Tom auf die Vogelfrau trifft. Es ist faszinierend was ab dann passiert. Man gerät in den Bann des Buches und lässt sich verzaubern. 

Ich finde es gut, dass nichts an der Geschichte an das erste Buch "Die Mechanik des Herzens" erinnert. Der Stil ist der gleiche, aber die Story ist eine komplett andere. Auch in "Metamorphose am Rande des Himmels" wird der Leser in eine Welt entführt, die von Mathias Malzieu so wunderbar inzeniert wurde. Nichts ist so, wie es sein sollte und das macht dieses Buch auch zu einem echten Lesevergnügen. Es gibt wieder viele niedliche und bezaubernde Anspielungen, Beschreibungen und Ideen.

Das Ende berührt den Leser dann doch sehr und es passt perfekt zu der Stimmung, die die Geschichte bis dahin verbreitet hat. Leider ist die Geschichte schon nach kurzen 140 Seiten vorbei.

Auch das zweite Buch von Mathias Malzieu verzaubert und entführt den Leser in eine skurille Welt. Einen Punkt muss ich abziehen, weil mir "Die Mechanik des Herzens" durch viel außergewöhnlichere Beschreibungen besser gefallen hat.

4 von 5

Kommentare:

  1. Ich mag die Bücher auch total gerne und habe mich sehr über das hier gefreut gehabt!
    Der Autor hat einfach eine ganz besondere Sprache, die mir total gefällt!

    Liebe Grüße
    Anett

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  2. Schöne Rezension. Vielleicht sollte ich auch mal ein Buch des Autors lesen, wo man so viele guten Stimmen dazu hört.

    Liebe Grüße, Katja :)

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