6. Dezember 2013

[Rezension] Wie der Blitz - Die Autobiografie


Titel: Wie der Blitz - Die Autobiografie
Autor: Usain Bolt
Genre: Biografie
Verlag: C. Bertelsmann
Seiten: 288

Einband: Hardcover
Preis: 19,99€
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Ich danke dem C. Bertelsmann Verlag für dieses Rezensionsexemplar!
»Lightning Bolt« (Blitzschlag) nennen ihn die Medien; der schnellste Mann des Planeten nennt er sich selbst: Usain Bolt beherrscht seit seinen ersten Erfolgen mit 15 Jahren (2002) die Sprinter-Szene. Der Ausnahmeläufer hält die Weltrekorde über 100 und 200 Meter sowie über 4 mal 100 Meter mit Jamaikas Staffel. Er ist der einzige Mensch, der die 100 Meter jemals unter 9,6 Sekunden lief. Seine Erfolge sind so einzigartig wie seine Selbstinszenierungen, die Menschen weltweit in die Stadien locken.

Jetzt erzählt Bolt selbst die Geschichte des fröhlichen Jungen aus Jamaika, der innerhalb weniger Jahre zum bestbezahlten Leichtathleten wurde – von seinem kometenhaften Aufstieg, von seiner Überzeugung, zu Leistungen fähig zu sein, die kein anderer Mensch auf der Welt erbringen kann. Bolt zeigt aber auch die Kehrseite eines Lebens als Superstar des Sports: den allgegenwärtigen Druck, bei jedem Start eine Ausnahmeleistung erbringen zu müssen, und die Gewissheit, eines Tages nicht mehr der Schnellste sein zu können.



Ich hatte gehofft, dass diese Autobiografie mein Bild, das ich von Usain Bolt habe, ein wenig ins rechte Licht gerückt wird. Auf mich machte er immer einen sehr selbstverliebten, fast arroganten Eindruck und ich wollte wissen: Ist das Show, oder ist das der echte Usain Bolt? Leider bin ich immer noch nicht schlauer.

Man bekommt einen netten Einblick davon, wie Usain Bolt aufgewachsen ist. Usain Bolt schreibt selber, dass er hyperaktiv war und nicht still sitzen konnte. Man merkt beim Lesen, dass ihm seine Eltern sehr wichtig sind und ein wenig privates aus seiner Kindheit erfährt man noch dazu. Auch wenn diese Abschnitte sehr oberflächlich waren, fand ich sie dennoch sehr schön und ich hätte mir mehr private Storys gewünscht.

Der Hauptteil des Buches besteht natürlich aus laufen. Usain Bolt stellt sich gerade in Teenagerzeit nicht als Übermensch da und gibt zu, dass er oft Training geschwänzt hat und auch später feiern interessanter fand als den Sport. Man bekommt einen Eindruck, dass er ja doch irgendwie ein ganz normaler Mensch ist.

Doch als es dann um seine Zeit als Profi ging, werden die Kapitel immer überheblicher. Er füllt die Hallen. Wegen ihm allein sind die Menschen da. Die Menschen wollen seine Show sehen. Nur für sie sind die provozierenden Gesten gedacht. Gut, damit mag er ja nicht unrecht haben, aber muss er das wirklich so oft betonen? Wiederum gut hat mir gefallen, dass Usain Bolt nicht mit Laufgegnern abrechnet. Er stellt in seinem Buch sogar manche Fehlermeldungen seiner Gegner richtig.

Total super fand ich die Äußerungen zu den Dopingkontrollen im Laufsport. Ich kenne mich mit Leichtathletik kaum aus und fand es interessant zu lesen, was er von den Gerüchten hält, dass er gedopt sei. Und auch das Usain Bolt manche Spielerein am Start erklärt, hat mir gut gefallen. Überhaupt wurde das Buch erst dann interessant, wenn Usain Bolt sein Insiderwissen preis gibt, was aber leider viel zu selten passierte. Oft liest man nur, bei welcher WM er teilgenommen hat und welche Zeiten er gelaufen ist.

Ein kleiner Pluspunkt für Statistiker wird die Anlage sein, in der nochmal alle gelaufenen Zeiten von Usain Bolt aufgelistet sind.

Die Autobiografie führt sehr oberflächlich durch das bisherige Leben des Usain Bolt. Das Buch ist schnell weggelesen, aber richtig spannend ist es eigentlich nicht. Für Fans von Usain Bolt sollte dieses Buch aber ein MUSS sein.

3 von 5 

Kommentare:

  1. Du hattest mich neulich irgendwie auf dieses Buch aufmerksam gemacht (ich hoffe, das warst du?!). Aber nun scheint da mehr Luft als INhalt drin zu sein. Sehr schade, denn ich wäre auch neugierig gewesen mehr zu erfahren. Aber ir scheint, da steht nur unwesentlich mehr drin, als was man sich selbst zusammen recherchieren könnte.

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  2. Ja, ich werde es mir holen, da ich ein Fan bin, aber ich konnte es mir schon denken, dass es in die Richtung geht.
    Bei Sven Hannawalds Bio war ich auch sehr enttäuscht, allerdings da weil es doch eher unpersönlich war.
    LG
    Sunny

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