31. März 2014

[Blogtour] Glasgow RAIN - TAG 1


Ich habe heute die Ehre und die Blogtour rund um das Buch "Glasgow RAIN" einzuläuten!

Diese Woche werdet ihr jeden Tag auf verschiedenen Blogs tolle Beiträge zu dem Buch finden und am Ende gibt es dann auch ein Gewinnspiel, bei dem es 4 (!!!) eBooks von "Glasgow RAIN" zu gewinnen gibt!

Zu Beginn gibt es von mir einen Ausschnitt aus dem ersten Kapitel: "Das erste Treffen".

"1. Erster Blick
Liebe auf dem ersten Blick ist ungefähr so zuverlässig wie
Diagnose auf den ersten Händedruck.“
(George Bernard Shaw)  


[...]

Fluchend hüllte ich mich in ein zu kleines Badetuch, welches mir gerade einmal über die Brust bis knapp unter das Hinterteil reichte. Wie schon häufiger in den letzten Wochen fehlten die großen Badetücher. Ich runzelte die Stirn, als ich mich nach dem Grund fragte. Einerseits empfand ich es als äußerst unangenehm, halb nackt durch den Flur zu laufen. Andererseits stachelte es meine Neugierde an, da so etwas normalerweise nie vorkam und Mrs Rodriguez, unsere Hausangestellte, immer einen einwandfreien Job machte.

Irgendetwas war anders – die fehlenden Badetücher, die anders zusammengefaltete Wäsche, Kleidung auf einem falschen Stapel. Ich nahm mir vor, der Sache auf den Grund zu gehen.

Fröstelnd und mit nassen Haaren flitzte ich in mein Zimmer und schloss die Tür hinter mir, völlig in Gedanken bei dem ungelösten Problem mit den Badetüchern. Als ich mich umdrehte und gerade mein knappes Handtuch lösen wollte, lief ich ungebremst gegen etwas – steinhart, aber trotzdem weich, groß, angenehmer Geruch. Plötzlich hörte ich

einen Fluch aus einer männlichen Kehle, was mich in die Wirklichkeit zurückholte.

„Aua! Verdammt!“

Mit hämmerndem Herzen machte ich einen Sprung zurück und schaute in ein überraschtes, wie auch schmerzverzerrtes Gesicht. Mein Puls raste nur noch schneller, als ich in die großen, tiefschwarzen Augen
blickte, die mich jetzt nicht mehr überrascht, sondern eher verschmitzt ansahen. Bevor ich etwas fragen
konnte, plapperte der Typ, der mir beinahe einen Herzinfarkt beschert hätte, gutgelaunt los.
„Ich hab ja gewusst, dass man bei der Arbeit mit allem rechnen und sich versichern lassen sollte, aber
von speziellen Unfallversicherungen für das Trampeln auf den großen Zeh habe ich noch nichts gehört. Ich dachte schon fast, der wäre gebrochen.“ 

Noch immer sah ich den Kerl vor mir wie in Trance an, obwohl ich ihn kannte. Nur hatte ich ihn bisher noch nie so nah und vor allem so genau angesehen. Seine Haare waren wie die Augen, fast schwarz wie die Nacht, aber mit einem dunkelbraunen Schimmer, und hingen ihm leicht gewellt und zerzaust in die Stirn und über die Ohren.


Ich wusste, dass er Rafael hieß und gemeinsam mit seiner Mutter, Mrs Rodriguez, im Angestelltenhäuschen am Rande unseres Grundstückes wohnte. Sie war unsere Haushälterin, und das bereits seit Jahren, doch das bedeutete in unserer Welt noch lange nicht, dass Rafael und ich Freunde waren oder irgendetwas miteinander zu tun hatten. Seine Mutter arbeitete für meinen Dad, aber was hatte ihr Sohn in meinem Zimmer zu suchen? Erneut riss mich seine Stimme aus den Gedanken.


„PRincesa, wenn du jetzt hoffst, dass ich dir die Kleider – oder in deinem Fall das Badetuch – herunterreiße, um … na ja, du weißt schon was zu tun …“

Er unterdrückte ein Lächeln und tat sich sichtlich schwer, ernst zu klingen.
„… dann verlange ich aber eine Gehaltserhöhung für außerordentliche Dienste während der Arbeitszeit.“

Er hielt das anscheinend für äußerst komisch. Sein Grinsen wurde breiter und zeigte mir strahlend weiße Zähne hinter vollen Lippen. Unter normalen Umständen hätte ich ihm bereits eine schnippische Antwort entgegengeschleudert, aber ich hatte aus mir undefinierbaren Gründen die Stimme verloren. Was mir nie passierte, egal, wie heiß ein Typ auch aussah. Aber in diesem Augenblick schien alles andere zu verblassen, und ich konnte nur noch in seine dunklen Augen sehen. Sie waren derart bodenlos, dass es mich hätte beunruhigen sollen. Doch sein durchdringender Blick nahm mich gefangen und schmiegte sich wie eine warme Decke um meinen ausgekühlten Körper – so, als würde er wirklich mich sehen. Was mich am meisten an der Situation bestürzte, war die Tatsache, dass ich ihn schon so lange aus der Ferne kannte, aber er mir nie aufgefallen war. War ich so selbstverliebt und ichbezogen? Oder hatte sich in seinem Blick mir

gegenüber etwas verändert?"


Meine Rezension zu "Glasgow RAIN" findet ihr übrigens *hier*!



Schaut in den nächsten Tagen auch unbedingt hier vorbei:
01.04.- Ninespo
02.04. - AnjaIsReading
04.04. - Beauty Books


Kommentare:

  1. Hey,
    ich les das Kap. jetzt mal nicht durch, werde mir das Buch nämlich demnächst kaufen, wenn ich wieder mehr Zeit hab. Ich finds toll, dass ihr ne Blogtour dazu veranstaltet!! Bin schon gespannt, was ihr noch so vorbereitet habt.
    Psst, deine Rezi hast du am Ende nicht verlinkt.

    lg. Tine =)

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  2. Hallo und guten Tag,

    interessanter Einblick in die Geschichte.

    Danke dafür und LG..Karin..

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