14. März 2014

[Rezension] Harry Potter und der Orden des Phönix (Band 5)



Titel: Harry Potter und der Orden des Phönix (Band 5)
Autor: J. K. Rowling
Verlag: Carlsen
Genre: Jugendfantasy
Seiten: 1.021

Einband: Hardcover/Paperback
Preis: 28,90 € / 12,99 €
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Das fünfte Schuljahr in Hogwarts:
Harry ist mittlerweile ein 15-jähriger Jugendlicher, der durchaus auch mal unter Zornausbrüchen und Launen leidet und rebellisches Verhalten an den Tag legt.

Den Sommer verbringt er mit den unsagbar langweiligen und nervtötenden Dursleys - die Rückkehr nach Hogwarts sollte demgegenüber eine echte Erleichterung sein. So denkt er.

Harry Potter ist nun schon 15 Jahre alt und nachdem was er im letzten Schuljahr erlebt hat, ist er noch immer ein wenig angeknickst. Kein Verständnis kann er da zeigen, dass Dumbledore ihn bei den Dursleys versauern lässt, während sich die Zaubererwelt gegen Voldemort rüsten sollte.

Harrys pupertäres Verhalten hat mich schon sehr genervt. Auf der einen Seite habe ich versucht für ihn Verständnis zu zeigen, aber andererseits hat es mir irgendwann gereicht. An Hermines oder Rons Stelle hätte ich ihm mal eine ordentliche Ohrfeige gegeben, damit er wieder auf den Teppich kommt. Auf den ersten 200 Seiten macht Harry einfach einen total abgehobenen Eindruck und das nervt.

Tja und als Harry sich dann beruhigt, betritt eine neue Figur die Bühne: Dolores Umbridge. Sie ist wohl eine der furchtbarsten Charakteren aus allen Harry Potter Büchern - jetzt mal von den üblichen Verdächtigen abgesehen.

Das alles ist aber noch kein Grund für den Punktabzug am Ende. Die Geschichte zieht sich allgemein sehr in die Länge und es passiert kaum etwas. Die magischen Momente aus den Vorbänden sind verschwunden. Insgesamt merkt man, dass die Geschichte sehr düster und auch ein wenig brutal wird.

Zum Glück gibt es aber neben der düsteren Stimmung immer noch die Szenen, die mich beim Lesen zum Schmunzeln bringen. Es sind diese kleinen Momente und Nebencharakter die "Harry Potter"-Bücher ausmachen. Wenn Harry Potter mal nervt, kann man sich wenigstens auf die anderen Protagonisten verlassen.

Doch das Schlimmste passiert am Ende. Da liest man kürzlich in Zeitungen, dass Frau Rowling es bereut, dass sie Harry und Hermine nicht zusammen gebracht hat (was ich super finde, weil Hermine und Ron einfach viel besser passen). Was Joanne K. Rowling wirklich bereuen sollte ist das, was sie am Ende dieses Buches anrichtet.

Für mich ist der fünfte Band der legendären Reihe leider der schwächste Teil. Die Geschichte zieht sich ein wenig in die Länge und mit Umbridge hat Rowling definitiv den nervigsten Buchcharakter der Literaturgeschichte erschaffen. Aber es gab auch wieder viel spannendes, schönes und magisches in Hogwarts zu erleben. Das Ende führte dann aber letztendlich dazu, dass ich einen Punkt abziehen muss. Das geht doch nicht :(
4 von 5

5. Harry Potter und der Orden des Phönix
6. Harry Potter und der Halbblutprinz
7. Harry Potter und die Heiligtümer des Todes

Kommentare:

  1. Ich kann dir da vollkommen zustimmen. Der fünfte Teil ist der schwächste der Reihe und ich mag ihn am aller wenigsten (noch weniger als du ;)). Ich war, genau wie du, absolut genervt von Harrys arroganter Art (in Bezug dessen hat Snape irgendwie doch bisschen Recht...), weswegen ich auch jahrelang danach keine Lust mehr auf Harry Potter hatte. Auch wegen des Endes. Das hat wohl niemand verstanden, wieso das so sein musste *seufz*
    Man merkt, dass ab dem fünften Teil keine Jugendbücher mehr erschienen sind, sondern dass sie für junge Erwachsene gedacht sind und das fand ich, eben weil der Bruch durch brutale Szenen so radikal war, ebenfalls schwierig in dem damaligen Alter zu händeln.
    Eine wunderbare Rezension! :)

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    1. Ich habe deinen Kommentar gelesen und die ganze Zeit wie wild genickt :D
      Wir sind komplett einer Meinung :)
      Aber weil dieses Buch zu meiner liebsten Reihe gehört, konnte ich einfach nicht mehr als einen Punkt abziehen :D

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    2. Haha, super :D das freut mich, dass wir uns da einig sind :)
      Ich finde es irgendwo aber auch gut, dass es in dieser soooo tollen Reihe auch mal nen Tiefpunkt gab. Das macht die Reihe noch sympathischer, weil es auch unrealistisch ist, dass einem ausnahmslos jedes Buch gefallen kann. Und irgendwo ist das Leben in Hogwarts ja auch kein dauerndes Sahneschlecken :D

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  2. Hm... ich schätze, ich sortiere richtig ein, was da am Ende geschieht. :D Das war der Moment, den ich ihr nie verzeihen werde...

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  3. Hi,
    erstmal gut zusammengefasst und daher eine schöne Rezi!
    Und ja das Buch ist echt dick und scheint auch ewig zu gehen! Aber ich fand das Auftreten von Dolores Umbrdige echt gut, es lenkt ab von dem Dauergegenspieler Voldemort, schließlich darf der ja nicht alleine sein ;)! Das Ende hat auch mich fassungslos zurück gelassen und für Entsetzen gesorgt, und die Wandlung von Harry dem Jungen zum Jugendlichen wird auch durch die Düsternis in der Reihe deutlich, wobei ich mir auch mehr Magie gewünscht hätte.

    LG Piglet ♥

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    1. Mit Umbridge hast du wohl recht und eigentlich ist sie Rowling auch grandios gelungen...auf eine dunkle Art und Weise ;)

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  4. Lustigerweise war das immer mein Lieblingsbuch ;) Fand Dumbledores Armee, Weasleys zauberhafte Zauberschärze und diese Geschichte um Umbridge einfach total cool und Harry zwar nervig aber noch im Rahmen :D Das, was am Ende geschieht fand ich jetzt auch nicht so toll, und beim ersten Lesen war ich mehr als geschockt, weil es schon irgendwie sehr unfair ist für harry. Eigentlich müsste er nach den ganzen verlusten irgendwann mehr als einen Schaden entwickeln, gerade weil das ja in den nächsten Bänden nicht besser wird.

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  5. Wenn ich es mir recht überlege, war das auch immer mein Lieblingsband =). Aber du hast total recht, Umbridge nervt! Hermine und Harry? Das ist doch total absurd!

    LG
    Anja

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    1. Sehe ich auch so: Das geht doch gar nicht!

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  6. Ich habe alle Bände von "Harry Potter" wie eine Süchtige verschlungen! Den letzten Teil habe ich sogar in einer Nacht durchgelesen, weil ich ihn einfach nicht mehr aus der Hand legen konnte. Der darauffolgende Arbeitstag war dann eher weniger toll, weil ich im Stehen hätte einschlafen können ^^
    Für mich war übrigens auch der fünfte Teil der Reihe der schlechteste und das Ende war auch nicht wirklich nach meinem Geschmack. Aber wie das immer so ist, wenn man alle Bände gelesen hat, ist man ein Stückchen schlauer :)

    Ganz liebe Grüße Nicole

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  7. Hallo (:
    Gerade lese ich HP Band 3, ich bin leider eine der wenigen die von HP noch nicht die ganze Reihe gelesen haben. Im Dezember hab ich ersten den 1. Band gelesen und wusste sofort: DU MUSST DIESE REIHE. Vorher hab ich mich strikt geweigert in den Potter-Wahn einzusteigen und hab Bücher und Filme verweigert, bis mich meine Tante aufgefordert hat endlich ein Buch zu lesen. Ich wollte nur reinlesen und plötzlich war ich durch. Danach musste ich den ersten Film anschauen und bin jetzt genauso HP-Fanatisch wie so viele schon.
    Schade das dir dieser Band nur vier Blumen entlocken konnte.

    Ganz liebe Grüße,
    Jasi ♥
    Ein wündervolles, belesenes Wochenende wünsche ich dir! (:

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    1. Och ist das schön, wenn man die Reihe noch vor sich hat ♥

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  8. Für mich persönlich war Teil 6 der schlechteste Band der Reihe, obwohl ich sie trotzdem irgendwie alle liebe. Mich hat Harrys Art gar nicht gestört, nur die überflüssigen Längen. Ich finde generell, das die Reihe ab diesem Band etwas nachlässt ... Die Magie und der Zauber um Hogwarts rum fehlt einfach :/ Band 7 haut am Ende alles aber wieder raus - aber (leider) nur der Film :D
    ... Und ja, das Ende fand ich genauso grausam wie du! Aber im Nachhinein konnte ich es ihr gut verzeihen :p Für mich gab es im letzten Band den schlimmsten Fehler, den sie hätte machen können, viiiiiel schlimmer! Ich will nicht spoilern und hoffe du weißt was ich mit dem Tod des Sockenliebhabers meine :'(

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    1. Ja stimmt, ich rereade ja gerade alle Bücher und sehe alles nun ein wenig kritischer. Ich bin gerade aber erst am Anfang von Teil 6 und noch geht gefällt es mir ganz gut. Aber das mit Dobby ist echt mies :(

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