6. Mai 2014

[Rezension] Ach wie gut, dass niemand weiß...


Titel: Ach wie gut, dass nieman weiß...
Autor: Alexa Hennig von Lange
Verlag: cbt
Genre: Jugendroman
Seiten: 400

Einband: Paperback
Preis: 14,99€
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Ich danke dem cbt Verlag für das Rezensionsexemplar!

Reibungslos, so soll das Leben von Sina, Tochter eines Staatsanwalts, verlaufen. Da passt ein aalglatter Schwiegersohn in spe wie Jean perfekt - jedenfalls für Sinas Eltern.

Doch dann verändert ein einziger Abend Sinas ganzes Leben: Als ihre Freundinnen von den Jungs einer Gang angegriffen werden, ist es ausgerechnet einer der Täter, der Sina in letzter Minute rettet. Noah, so heißt der Junge, will Sina unbedingt wiedersehen und steigt sogar heimlich in die Villa ihrer Eltern ein, nur um mit ihr zu reden.

Trotz allem, was zwischen ihnen steht, verlieben sich die beiden mit Haut und Haaren. Doch niemand darf von ihren heimlichen Treffen wissen! Und so beginnt ein Spiel mit dem Feuer, in dem plötzlich nichts mehr ist, wie es scheint ...

"Ach wie gut, dass niemand weiß..." klang total nach Romeo und Julia und ich liebe ja solche Adaptionen. Hinzu kommt dann noch dieses wunderschöne Cover...

Von der Geschichte an sich war ich am Anfang noch sehr gefesselt. Da kam dann wieder dieses Romeo-und-Julia-Prinzip durch, doch schon bald war meine Aufmerksamkeit dahin. Die Spannung konnte irgendwie nicht aufrecht gehalten werden. Die Erzählung kam mir so sprunghaft vor und vor allem mit der weiblichen Hauptfigur hatte ich so meine Schwierigkeiten.

Mich hat es gestört, dass immer wieder betont wurde, wie gutaussehend und reich und... ja... einfach perfekt Sina doch ist. Protagonisten, mit einem scheinbar perfekten Leben, gibt es auch in anderen Büchern und diese können trotzdem sympathisch sein, einfach weil diese Autoren (z.B. Simone Elkeles) das viel feinfühliger angehen. Ich mag nicht ständig lesen, wie die Protagonistin sich und ihr Leben anhimmelt.

Ich glaube es hätte mir besser gefallen, wenn ich auch mal aus der Sicht von Noah gelesen hätte. Vielleicht hätte er Sina in einem ganz anderem Licht dargestellt. Von Noah kriegt man aber leider kaum etwas zu lesen, da er meistens untergetaucht ist. Über Noah kann ich daher leider auch gar nichts sagen. Ich weiß nur, dass er ein Tattoo hat und sich innerhalb von Sekunden in Sina verliebt hat.

Mir fehlte insgesamt an der Story die herzzerreißende Liebesgeschichte, oder der nervenaufreibende Thriller. Einfach irgendetwas an dem ich mich beim Lesen "festhalten" kann. So plätschert die Geschichte vor sich hin und es geht nicht so recht in die eine Richtung, aber auch nicht in die andere.

Ab und zu kam mir auch der Gedanke, dass ich vielleicht einfach zu alt für dieses Buch bin. Ich glaube Leserinnen zwischen 14 und 18 werden mehr Freude an dem Buch haben.

Ich glaube, dass ich mit 25 Jahren nicht zu der Zielgruppe der Autorin gehöre. Die Geschichte war mir zu seicht, aber das größte Problem war für mich Sina, die ich überhaupt nicht leiden konnte. Dafür hätte ich mir mehr Noah in der Geschichte gewünscht.

2 von 5

Kommentare:

  1. Schade! Dabei klingt es wirklich interessant und das Cover ist wunderschön, oooobwooohl es mich etwas ZU sehr an das TFIOS-Kinoplakat erinnert

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    1. Oh ja, stimmt!
      Das habe ich vorher gar nicht bemerkt, aber die Bilder sehen sich wirklich seeehr ähnlich :D

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  2. Dein Fazit trift mich wie ein Dolch ins Herz xD Von dem Buch habe ich mir (zugegeben wegen dem hübschen Cover) echt viel erhofft. Aber schon die Leseprobe war irgendwie ein Abturner. Wahrscheinlich bin ich mit 22 Jahren auch schon zu alt :D

    Liebe Grüße und eine tolle Rezi :)

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    1. Wenn ich dat der Ü50-Generation erzähle :D

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  3. Da ist das Buch bei mir ja noch recht gut weggekommen mit 3,5 Bücherstapeln. :D
    Aber ich geb dir total Recht! Die Geschichte scheint wirklich für jüngere Leser zu sein. Mit Sina konnte ich so gar nichts anfangen! Wobei das mehr mit dem hin und her zu tun hatte, so gänzlich oberflächlich kam sie mir nicht vor. Mehr von Noah wäre wünschenswert gewesen, als zweiter Hauptcharakter, der er eigentlich sein sollte, war er einfach zu wenig präsent.
    Aber der Schreibstil und die Erzählweise der Autorin haben mir dennoch gefallen. Aber es gibt halt wirklich bessere Geschichten in dieser Richtung.

    Liebe Grüße

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    1. Es ist halt echt schwer, wenn ich einen Hauptcharakter nicht mag, die Geschichte zu mögen. Wenn ich beim Lesen dann schon immer die Augen verdrehe, macht es keinen Spaß mehr :(

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  4. Huhu :)
    Schöne Rezension! Schade, dass es dich nicht überzeugen konnte. Ich fand, dass der Klappentext echt gut klingt. Vor allem Bücher in die Richtung Romeo und Julia mag ich echt gerne (wie du auch geschrieben hast, die von Simone Elkeles!!). Hab mir echt viel von dem Buch erhofft xD Naja, kann es jetzt wenigstens von der Wuli streichen :D
    Liebe Grüße,
    Ebru

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    1. Nicht, dass du jetzt wegen mir ein mögliches Lieblingsbuch gestrichen hast :D
      Geschmäcker sind ja nun mal verschieden ;)

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  5. Ich dehne die Zielgruppe hiermit auf 20 Jahre, mir hat es gefallen xD

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  6. Ich kenne das Buch zwar nicht, das Pärchen auf dem Cover ist aber genau dasselbe wie bei dem Cover von: "Wir sind nur Gast auf Erden" von Karin Kehrer. Das Buch habe ich vor einigen Monaten gelesen und ich fand es wirklich nicht schlecht.

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