9. Juni 2014

[Rezension] Ein letzter Brief von dir



Titel: Ein letzter Brief von dir
Autor: Juliet Ashton
Verlag: rororo
Genre: Frauenroman
Seiten: 416

Einband: Paperback
Preis: 9,99€
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Jede Geschichte hat zwei Seiten. Und jede Liebe ihr Geheimnis. Als Orla am Valentinstag einen Brief von ihrem Freund erhält, rechnet sie fest mit dem lang ersehnten Heiratsantrag. Doch bevor sie den Umschlag öffnen kann, kommt der schreckliche Anruf: Sim ist in London auf der Straße zusammengebrochen. Er ist tot. 

Orla steht unter Schock. Wie soll sie weiterleben ohne Sim? Und warum rät ihr sein bester Freund so eindringlich, die Valentinskarte nicht zu öffnen? Orla war doch Sims große Liebe. Und er ihre. Als Orla krank vor Kummer nach London reist, um mehr über Sims letzte Tage zu erfahren, wird ihr klar, wie wenig sie ihren Freund kannte. Und noch bevor sie Sims Valentinskarte öffnet und seine letzten Worte liest, ist sie selbst ein anderer Mensch geworden…

Schon zu beginn war ich etwas gelangweilt von der Geschichte. Ich meine der Partner von Orla stirbt überraschend und normalerweise würde ich heulen wie ein Schlosshund oder zumindest tiefstes Mitgefühl für die Frau empfinden, aber Juliet Ashton hat es nicht geschafft diese Emotionen zu entfachen. Orla fand ich schnell langweilig, neurotisch und naiv.

Da hält sie den letzten Brief ihres Lebensgefährten in der Hand und sie will ihn nicht öffnen. Ich habe die ganze Zeit nicht nachvollziehen können, warum sie sich dagegen so wehrt. Sie hätte mir eine Menge langweiliges Geschwafel erspart, wenn sie diese Karte zeitnah gelesen hätte. Eigentlich befürchtet man auch sehr bald, dass auf der Karte wahrscheinlich nicht das stehen wird, was sie erwartet.

Ganz nett fand ich dann aber die zweite Seite der Geschichte. Nach jedem Kapitel gibt es einen Tagebucheintrag des Verstorbenen zu lesen und diese kurzen Einträge offenbaren viel mehr, als die langgezogene Geschichte von Orla.

Irgendwann taucht in Orlas Leben dann Marek auf. Den Mann mochte ich, auch wenn er eher zurückhaltend und in sich gekehrt war. Nur leider konnte ich nicht verstehen, was er an Orla findet. Ständig trifft sie anstrengende Entscheidungen, die einfach unüberlegt und kindisch sind.

Richtig seltsam wird es dann aber nach der ersten Hälfte des Buches. Das Geheimnis ist gelöst (leicht vorhersehbar, aber doch gut) und eigentlich sollte man meinen, dass das Buch nun endet, aber NEIN. Juliet Ashton erfindet immer mehr Handlungsstränge, die einfach unpassend sind und mich einfach gar nicht interessiert haben. Die Geschichte wird einfach unnötig in die Länge gezogen und macht keinen Spaß.

Schwache Protagonisten, langweilige, vorhersehbare Geschichte und dabei war die Idee gar nicht so übel. Insgesamt war es zwar nicht so schlimm, dass ich es abgebrochen hätte, aber es war auch eben nicht so gut, um es jemanden weiterzuempfehlen.
2 von 5

Kommentare:

  1. So in etwa ging es mir bei diesem Buch auch, ich habe noch 3 Sterne vergeben. Hab einfach mehr erwartet.
    Lg Sonja

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  2. Is ja schade. Die Idee, dass in dem Brief nicht der erwartete Heiratsantrag ist, klingt ja eig echt gut, schade, dass die Autorin das nicht umsetzen konnte. Und Protas, die mich nerven, versauen des ganze Buch.
    Vielen Dank für die Rezi, das Buch werde ich nicht lesen ;)

    lg. Tine =)

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  3. Kann dich verstehen - hatte mir bei dem Buch auch mehr versprochen. Die Idee war echt gut, aber doch sehr schlecht umgesetzt :(

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  4. Hallo,
    ich habe das Buch auf meinem SUB und mich so darauf gefreut. :-(. Schade, dass es Euch allen nicht so gut gefallen hat. Das demotiviert mich.Aber danke für die Rezi. Die Gründe klingen nachvollziehbar.
    Liebe Grüße
    Andrea

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  5. Hab das Buch zufällig vorhin noch in der Buchhandlung gesehen. Gut zu wissen, dass es sich nicht lohnt, es mitzunehmen.

    LG Michaela

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