17. Juni 2014

[Rezension] Pandemonium (Band 2)




Titel: Pandemonium
Autor: Lauren Oliver
Verlag: Carlsen
Genre: Dystopie
Seiten: 400

Einband: Hardcover
Preis: 17,90€
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Die angepasste Lena von früher gibt es nicht mehr. Die glaubte, was man ihr sagte, und sich gegen die Liebe heilen lassen wollte. Dieses alte Ich hat Lena zurückgelassen auf der anderen Seite des Zauns, über den sie mit Alex geflohen ist. 

Hier, in der Wildnis, schließt sie sich dem Widerstand an. Ein Auftrag führt sie erneut in die Stadt. Und tief in ihrem Innern gibt sie die Hoffnung nicht auf, dass Alex doch noch am Leben ist. Sie muss ihn finden. Denn in ihrem Herzen lodert immer noch die Liebe.

Nach dem spannenden Ende vom ersten Teil, musste ich zeitnah nun den zweiten Band lesen.

Ich war ein wenig überrascht, dass die Geschichte zunächst nicht nahtlos an "Delirium" anschließt. Das war etwas verwirrend, weil ich nicht wusste, was jetzt los ist und wo Lena eigentlich ist. Doch schon das zweite Kapitel erklärt alles. In "Pandemonium" wird nämlich abwechselnd aus der Vergangenheit und der Gegenwart geschrieben. Man gewöhnt sich aber schnell an die Zeitsprünge.

Ein bisschen traurig war ich ja, dass Hana, die ich in "Delirium" so richtig sympahtisch fand, in diesem Band keine aktive Rolle mehr spielt (auch wenn Lyrica mich darauf vorbereitet hat :D). Immerhin ist mir Lena in diesem Buch etwas

Ein zweiter Mann taucht an Lenas Seite auf. Wuhu! Julian, der wichtige Sohn eines wichtigen Anti-Delirium-Politikers. Eigentlich fand ich es ganz interessant, dass jemand von der "anderen" Seite gezwungen ist, mit Lena und ihren neuen Freunden zusammenzuarbeiten. Was mir aber nicht gefallen hat, ist diese seltsame Beziehung zwischen Lena und Julian.

Lena vermisst Alex und eigentlich taucht bei ihr auch immer der Gedanke auf, dass Alex tot sein könnte. Auch wenn eine Menge Zeit vergangen ist, kann ich ihre Trauer verstehen. Verstehen kann ich aber nicht, was zwischen ihr und Julian läuft. Es ist, als ob Lauren Oliver zwanghaft eine Dreiecksbeziehung in dem Buch haben möchte. Warum Julian auf Lena so attraktiv wirkt kann ich nicht nachvollziehen. Entweder er hätte noch charmanter werden müssen, oder Lena noch verzeifelter. Einfach, damit alles einen Sinn ergibt.

Spannend war die Geschichte aber trotzdem. Vor allem das Ende ist richtig gut gelungen. Ich kann mir gerade nur schwer vorstellen, dass Lauren Oliver den dritten Teil so vermurksen kann, aber nach den ganzen eher negativen Bewertungen, gehe ich ohne Erwartungen und mit viel Skepsis an den Abschluss der Trilogie ran.

Das Buch hat mich blendend unterhalten. Lena hat sich weiterenwickelt und auch die Geschichte kommt ohne nervigem Geschwafel aus. Einzig und allein diese Dreiecksgeschichte hat mich ein wenig gestört und hätte meiner Meinung nicht sein müssen.

5 von 5

0.5 Annabel
1.5 Hana
2. Pandemonium
2.5 Raven
3. Requiem
3.5 Alex (engl.)


Kommentare:

  1. Teil 2 will ich auch unbedingt noch lesen:) Schön geschrieben!

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  2. Ich muss auf jeden Fall «Delirium« nochmal lesen, damit dann »Pandemonium« lesen kann (ist bei mir nämlich schon etwas länger her :D)
    Lg Elli

    dielesende.blogspot.de

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  3. Super Rezi:) Ich finde die ganze Reihe einfach nur richtig toll, bin mal gespannt, was du von Requiem hälst. Da gehen die Meinungen ja richtig auseinander, aber ich fand es toll. Kann aber auch die Leute verstehen, die daran was auszusetzen hatten...

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  4. Es freut mich, dass du den zweiten Band mochtest! :) ich fand ihn leider ein klitzekleines bisschen schlechter als noch den ersten Teil, genau wegen den Dingen, die du auch kritisiert hast: das zwanghaft wirkende Liebesdreieck und die Verwirrung am Anfang, die es mir sehr schwer machte, mich wieder einzufinden.
    Ich hoffe, dass Band 3 dich positiv überrascht und nicht so einen bitteren Nachgeschmack hinterlässt wie bei mir :(

    Liebe Grüße,
    Lyrica

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    1. Ich habe Band 3 gerade beendet und bin auch ein wenig enttäuscht! *schnief*
      Was hat sie sich denn bitte bei dem Ende gedacht? Das kann die Tante doch nicht machen!

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    2. Das beruhigt mich, dass du das Ende auch nicht mochtest :D auch wenn es natürlich schöner gewesen wäre, wenn du das Ende toll finden würdest... Ich fand es nämlich echt so willkürlich und lieblos, das war kaum zum Aushalten. Erst passiert nichts und dann ganz viel und ohne Sinn...
      Ich bin schon gespannt auf deine Rezension!

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