11. Juni 2014

[Rezension] Vollendet (Band 1)



Titel: Vollendet
Autor: Neal Shusterman
Verlag: Fischer Sauerländer
Genre: Dystopie
Seiten: 432 

Einband: Hardcover
Preis: 16,99€
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Jeder hat das Recht zu leben - bis zu seinem 13. Geburtstag ...

Der 16-jährige Connor hat ständig Ärger. Risa lebt in einem überfüllten Waisenhaus. Lev ist das wohlbehütete Kind strenggläubiger Eltern. So unterschiedlich die drei auch sind, eines haben sie gemeinsam: Sie sind auf der Flucht. Vor einem Staat, in dem Eltern ihre Kinder im Alter von 13 bis 18 Jahren „umwandeln“ lassen können. 

Die Umwandlung ist schmerzfrei. Jeder Teil des Körpers lebt als Organspende in einem anderen Organismus weiter. Aber … wenn jeder Teil von dir am Leben ist, nur eben in jemand anderem ... lebst du dann, oder bist du tot?

Als ich mit diesem Buch im Garten meiner Eltern lag, fragte mich mein Vater ganz schockiert, ob ich den Einband kaputt gemacht hätte :D Natürlich nicht. Das sieht von alleine so cool aber irgendwie auch düster aus.

Die drei Protagonisten, die man gleich am Anfang "kennenlernt" waren mir nicht wirklich sympathisch. Wie es auch in der Inhaltsangabe steht, ist Connor ein aggressiver Typ und Lev hat sein Leben lang eine Gehirnwäsche bekommen und denkt ganz anders über die Umwandlung und nervt daher auch ein wenig mit seinen Ansichten. Die einzige Person, die ich gleich mochte war Risa.

Ich kann nicht sagen, dass ich Lev und Connor im Laufe der Geschichte so richtig gerne hatte, aber sie wurden erträglich. Das ist nicht abwertend gemeint. Ich finde es super, dass die männlichen Protagonisten nicht unerreichbare Traumtypen sind und beide haben einen wichtigen Platz in der Geschichte, den kein andere hätte besser besetzen können.

Die Kapitel werden mal mit Auszügen aus Zeitungen der Vergangenheit (unserer Zeit) oder Texten aus der jetzigen Gesellschaft begonnen. Diese Abschnitte haben mir sehr gut gefallen, weil sie den Schritt zu dieser Gesellschaft verdeutlichen. Manche wahre Zeitungsartikel haben mich richtig geschockt und zeigen, dass die Idee von Neal Shusterman gar nicht so abwegig ist.

Insgesamt hat mich das Buch viel zum Nachdenken gebracht. Ich musste mit vielen Menschen darüber reden, um die Geschichte zu verarbeiten. Diesen Effekt hatte ich auch, als ich "Tribute von Panem" gelesen habe.

Es gab ein Kapitel, dass hat mich richtig mitgenommen und da musste ich das Buch auch kurz weglegen und ablenken. Und zwar beschreibt Neal Shusterman da Schritt für Schritt, wie einem Jugendlichen die Organe abgenommen werden. Und dieser ist die ganze Zeit bei Bewusstsein. Neal Shusterman beschreibt den Prozess so bildlich, dass man eine Gänsehaut bekommt.

"Vollendet" ist für mich bis jetzt die beste Dystopie, die ich bisher gelesen habe (Panem eingeschlossen). Das Zukunftsszenario hat mich geschockt und regt zum Nachdenken an. Die Protagonisten waren keine 08/15 Typen und irgendwie macht sie das auch so besonders.

5 von 5

 1. Vollendet
2. Der Aufstand
3. Die Rache

Kommentare:

  1. Bei mir subt das Buch noch....ich bin mir sicher, ich möchte dann gleich Band 2 und 3 lesen und der Letzte kommt ja erst im Herbst raus...
    LG Martina

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  2. Ich bin von Vollendet auch total begeistert. Der 2. Band ist genauso gut und nun warte ich sehnsüchtig auf den 3. Band. Das Buch schafft es wirklich, einem einerseits eine Gänsehaut zu bescheren und einen andererseits zum nachdenken anzuregen. Ein grauenhaftes Szenario wurde dort erschaffen, dass nicht einmal in Ansätzen irgendwann Wirklichkeit werden darf.
    LG
    Yvonne

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  3. Ich hab schon öfter von dem Buch gehört, aber irgendwie hat mich keine Rezension dazu bewegen können, mich für noch eine Dystopie unter vielen zu begeistern. Deine Rezension war die erste, wo ich dachte, dass ich mir das Buch direkt mal anschauen sollte. Vor allem, wenn es ein Buch ist, was einen in der Art aufwühlt, dass man gern mit anderen drüber sprechen möchte, finde ich das sehr gut.

    (Übrigens hat heute unserer Lieblings Kino"experte" Steven seinen Kommentar zu Das Schicksal ist ein mieser Verräter gegeben: Der Film "Das Leben ist ein mieser Verräter" ist top. Kann der eigentlich überhaupt was? :D)

    Liebe Grüße,
    Lyrica

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    1. Oh Gott, der Typ ist so ein Idiot *sorry, aber das muss sein* :D

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  4. Das klingt ein bisschen eklig, aber die Idee ist fasziierend. Ich als kleiner Angsthase...mal sehen, ob ich mich traue das Buch zu lesen.

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  5. Whow... habe ja schon von Deiner Rezension Gänsehaut! Habe ich gleich bei meiner Onleiihe gesucht und sogar gefunden. Werde ich also gleich als Nächstes lesen. Danke...

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    1. Super! Ich hoffe, dass du es nicht bereuen wirst ;)

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  6. Wow, das klingt toll! Das werde ich gleich mal auf meine Wunschliste setzen!
    LG Mella von bloodymellabooks.blogspot.de

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  7. Huhu Svenja,
    bin absolut deiner Meinung! "Vollendet" und "Die Bestimmung" sind für mich die besten Dystopien, die ich bisher gelesen habe! Die Idee ist in der Tat nicht weit hergeholt, denn ich muss zugeben, dass ich mir vor diesem Buch keinerlei über Organspende etc Gedanken gemacht habe! Shusterman hat es geschafft dies absolut überzeugend umzusetzen! *Daumenhoch" für mein Buch des Jahres 2013!
    Liebe Grüße
    Steffi

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