26. August 2014

BuchVerfilmung: Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand




  • Originaltitel: Hundraåringen som klev ut genom fönstret och försvann
  • Das Buch erschien im Jahr 2009
  • Erscheinungsjahr: 2014
  • Länge: 115 Minuten
  • Altersfreigabe: FSK 12
  • Genre: Komödie
  • Regie: Felix Herngren
  • Darsteller: Robert Gustafsson, Iwar Wiklander, Mia Skäringer u.v.m.


Nach einem langen und ereignisreichen Leben landet Allan Karlsson (Robert Gustafsson) im Altenheim – er glaubt, dass seine Tage gezählt sind und langweilt sich zu Tode.

An seinem 100. Geburtstag beschließt der Senior, der sich immer noch bester Gesundheit erfreut, der Ödnis des Heims zu entfliehen und klettert kurzerhand aus dem Fenster. Es folgt eine Reihe unerwarteter Ereignisse, die ihn auf eine lange Reise führen.

Auf dieser trifft er eine Gruppe Schwerkrimineller, findet einen Koffer voll Geld, begegnet einem Elefanten, macht Bekanntschaft mit einem inkompetenten Polizisten und findet neue Freunde. Für Allan ist all dies jedoch nichts wirklich Außergewöhnliches, denn es stellt sich heraus, dass er an einem Großteil der bedeutendsten Ereignisse des 20. Jahrhunderts beteiligt war - mal mehr und mal weniger direkt...

Nachdem ich beschlossen hatte, dass ich das Buch zu langweilig finde und ich es abbrechen musste, bin ich ins Kino gedackelt und habe mich praktisch selber gespoilert. Im Kino wurde dann auch schnell klar, welche Altersgruppe dieser Film eigentlich ansprechen soll: Die Ü50er waren stark vertreten.

Was mich total gestört hat war, dass Allan zu sehr nach einer Forrest Gump Imitation aussah. Denn auch wenn ich das Buch noch nicht durchgelesen hatte, hatte ich nicht einmal an Forrest Gump gedacht. Für mich war Allan immer ein eigener skuriller Charakter. Bei der Verfilmung hat man sich zu viel von einer Filmlegende abgeschaut und so verliert Allan seinen eigenen Charme.

Der Humor, der in dem Buch ja eher schwarz, sarkastisch und manchmal auch versteckt war, ist in der Verfilmung manchmal schon sehr plump und albern. Natürlich lacht der ganze Kinosaal laut auf, aber im Nachhinein denkt man: "Gut, das war jetzt ein wenig sehr flach." Und wahrscheinlich würde man auch nicht ein zweites Mal darüber lachen können.

Im Nachhinein bin ich froh, dass ich das Buch noch nicht ganz zu Ende gelesen hatte, denn so blieben noch einige Szenen überraschend (wenn man davon absieht, dass die olle Tante neben mir immer alles vorplappern musste). Ich kann mir vorstellen, dass der Film etwas langweilig ist, wenn man schon die ganze Geschichte kennt, denn die Story lebt von seiner Skurilität und den seltsamen, unvorhersehbaren Wendungen.

Letztendlich habe ich mit der Erkenntnis das Kino verlassen, dass die Schweden noch weniger Geld für Filme ausgeben, als die Deutschen. Die schauspielerische Leistung war durchschnittlich, der Film auch, aber trotzdem war es ein netter, unterhaltsamer Kinoabend. Ein zweites Mal werde ich mir den Film wohl nicht ansehen.



Kommentare:

  1. Mir ging es genau so wie dir. Der Film war nicht gut, aber einmal kann man ihn schon sehen. Ich fands aber cool, dass wenigstens Sonja dabei war :D Das hatte ich gar nicht erwartet!
    Ganz liebe Grüße, Vivi

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  2. Oh je, jemand der im Kino die ganze Zeit vorplappern, ist echt nervtötend!
    Ich finde schwedische Filme ja immer irgendwie ein bisschen seltsam. Und bis jetzt war meine Neugierde, das Buch zu lesen, noch nie so wirklich hoch. Vielleicht spare ich mir jetzt beides...

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