9. Dezember 2014

[Rezension] Ein Glück für immer



Titel: Ein Glück für immer
Autor: Ruta Sepetys
Verlag: Königskinder
Genre: Historischer Roman
Seiten: 384

Einband: Hardcover
Preis: 17,90 €
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New Orleans in den Fünfzigerjahren: zwielichtige Gestalten, dunkle Gassen. Josie Moraine, Tochter einer Prostituierten, ist früh selbstständig geworden.

Über dem Buchladen, den sie mit ihrem besten Freund Patrick zusammen führt, hat sie ein kleines Zimmer. Doch insgeheim träumt sie vom Smith College und einer Studentinnen-Freundschaft mit Charlotte. Und auch wenn das unerreichbar scheint für eine junge Frau ihrer Herkunft, will Josie sich nicht von ihren Plänen abbringen lassen.

Dann taucht der Gangster Cincinnati in der Stadt auf. Ein Mann wird ermordet. Und Josie muss Entscheidungen treffen, die ihr Schicksal bestimmen.

Von Ruta Sepetys habe ich erst dieses Jahr "Und in mir der unbesiegbare Sommer" gelesen. Da ich von diesem Buch total begeistert war, habe ich mich umso mehr gefreut, dass der Königskinder Verlag ein weiteres Buch von Ruta Sepetys veröffentlicht. Die Aufmachung hat mir schon mal auf den ersten Blick gefallen. Schwarz und gold passen einfach immer zusammen und innen im Einband findet dann auch noch Retro-Bilder von New Orleans, die die Stimmung der Geschichte perfekt wiedergeben.

Hauptfigur ist die nette, fleißige und manchmal etwas naive Josie. Ich fand ja, dass Josie alles immer so zufliegt. Auch wenn es Krimiansätze gibt, wird die Geschichte nie besonders spannend und nervenaufreibend, weil sich alles immer zu schnell erledigt. Josies Leben ist trotz Gangster und schwierigem Umfeld sehr einfach. Es findet sich immer jemand, der ihr hilft.

Neben Josie kommen noch viele andere charismatische Protagonisten vor und die fand ich teilweise sogar sympathischer als Josie. Einfach weil Josie neben diesen ein wenig blass und 08/15 rüberkommt.

Ein bisschen habe ich auch die emotionalen Höhepunkte vermisst, die ich beim Lesen von "Und in mir der unbesiegbare Sommer" hatte. Grundsätzlich kann man die beiden Geschichten überhaupt nicht vergleichen, aber trotzdem wäre es nicht schwer gewesen ein paar traurige oder dramatische Akzente zu setzen.

Doch insgesamt lässt sich "Ein Glück für immer" schnell und gut lesen. Ich fand auch, dass Ruta Sepetys die Stimmung des New Orleans in den 50er sehr gut rüber gebracht hat. Auch wenn ich natürlich nicht live dabei war, würde ich mir das Leben dort genau so vorstellen, wie Ruta Sepetys es beschreibt.

Mir hat "Ein Glück für immer" gut gefallen, auch wenn es nicht an "Und in mir der unbesiegbare Sommer" rankommt. Die Krimiansätze sind zwar da, aber richtig dramatisch wird es einfach nicht. Das Buch punktet vor allem mit den charismatischen Protagonisten.

4 von 5 

1 Kommentar:

  1. Es steht bereits auf meinen Weihnachtswunschzettel und ich weiß aus sicherer Quelle, dass ich es bekommen werde ;) LOL Bin shcon gespannt!
    Liebe Grüße
    Martina

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